Kommunikationstheorien: Shannon und Schramm

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Claude Elwood Shannon (1916–2001)

Shannon – Claude Elwood Shannon (Michigan, 1916–2001) beschäftigte sich mit der physischen Dimension von Informationen. Warren Weaver erweiterte dies und konzentrierte sich auf die wirksame Übertragung durch den Kanal, wobei er technische Probleme in den Vordergrund stellte.

Das Modell von 1948

Im Jahr 1948 entstand ein kognitionspsychologischer Ansatz: Informationen finden, auswählen, transformieren und reproduzieren. Dabei wird die Wirkung des Emittenten durch Feedback gesteuert.

  • Sender und Empfänger: Die Werkzeuge der Kommunikation.
  • Kommunikationskanäle & Codes: Vereinbarkeit von Kanal und Gemeinschaft sowie der physischen Umwelt.
  • Codieren und Decodieren: Die Organisation der Nachricht im Einklang mit dem Kanal.
  • Lärm: Elemente, die die Nachricht im Kanal stören.

Weitere Aspekte sind:

  • Kanalüberlastung: Zu viele Signale gleichzeitig.
  • Redundanz: Dieselben Informationen über verschiedene Kanäle.
  • Entropie: Unordnung und unerwartete Informationen.


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Wilbur Lang Schramm (1907–1987)

1954 vollzog Schramm einen Paradigmenwechsel: vom Behaviorismus zum Funktionalismus (Gesellschaft freier, rationaler und autonomer Individuen; freier Markt der Ideen).

Das Zwei-Stufen-Modell

Schramm führte das Modell der „Two-Step Flow of Communication“ ein: Informationen fließen von den Medien zu Meinungsführern und von dort zu den Menschen, die durch diese beeinflusst werden, anstatt isoliert zu agieren. Dies minimiert den direkten Einfluss der Medien.

Kommunikationselemente

Kommunikation besteht aus drei notwendigen Elementen: Quelle (Personen oder Daten), Nachricht (Ausdrucksform) und Ziel (Person oder Publikum).

Um eine Nachricht zu teilen, muss sie kodiert werden. Um Raum und Zeit zu überbrücken, nutzen Sender und Empfänger technische Kanäle. Dabei gibt es drei Funktionen: Verschlüsseln, Entschlüsseln und Interpretieren.

Schramms Modell wurde weiterentwickelt, da es ursprünglich eher für zwischenmenschliche Kommunikation als für Massenmedien geeignet war. In der Massenkommunikation interpretieren Decoder und Encoder die Nachrichten für ein Massenpublikum. Das Feedback ist hierbei schwer vorherzusagen. Der Erfolg hängt davon ab, ob die Nachricht im Einklang mit dem Empfänger steht. Dies überwand die „Hypodermic Needle Theory“ (Manipulationstheorie).

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