Kommunikativer Sprachunterricht: Planung und Grammatik

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Lektion: Entwurf für den kommunikativen Ansatz

Dies sind die Schritte für die inhaltliche Planung einer Lektion mit dem kommunikativen oder natürlichen Ansatz im Zweitsprachenunterricht:

  • Präsentation einer Situation: Diskussion über Funktion und Kontext (Personen, Rollen, Einstellung, Thema sowie Grad der Formalität).
  • Brainstorming: Diskussion, um Ausdrücke und Wortschatz zu schaffen, die für das kommunikative Ziel notwendig sind.
  • Fragen und Antworten: Übungen auf Grundlage des Dialogthemas und der Situation (Inverted, Wh-, Ja/Nein, Entweder/Oder sowie offene Fragen).
  • Studium kommunikativer Äußerungen: Analyse von Dialogen oder Strukturen, die beispielhaft für die Funktion sind, unterstützt durch Bilder, reale Objekte oder Dramatisierung.
  • Entdeckung durch Lernende: Verallgemeinerungen oder Regeln für funktionelle Ausdrücke und Strukturen ableiten.
  • Orale Aktivitäten: Interpretative Tätigkeiten und Produktion, die von geführten hin zu freieren Kommunikationsformen führen.
  • Lesen und Schreiben: Lesen oder Kopieren der Dialoge mit Variationen zur Übung.
  • Bewertung: Orale Evaluation oder Lernen durch geführten Sprachgebrauch sowie Frage-Antwort-Runden.
  • Hausaufgaben und Erweiterung: Lernende erstellen neue Dialoge für die gleiche Situation.
  • Abschluss: Gelegenheiten zur Anwendung der am Vortag erlernten Sprache bieten.

Grammatik im Unterricht: Lehren oder nicht?

Historisch gesehen stand die Grammatik im Mittelpunkt. In den letzten Jahrzehnten gab es jedoch Tendenzen, den Grammatikunterricht abzulehnen. Celce-Murcia identifizierte sechs Variablen, die den Grammatikunterricht beeinflussen:

  • Alter: Jüngere Kinder profitieren nur von sehr einfachen, konkreten Erklärungen. Erwachsene können grammatische Hinweise nutzen, um ihre Kommunikationsfähigkeit zu verbessern.
  • Sprachniveau: Auf niedrigen Stufen ist Grammatik nur als gelegentlicher Fokus hilfreich. In der Oberstufe ist sie weniger störend für den Redefluss.
  • Bildungshintergrund: Studierende ohne formale Vorbildung haben oft Schwierigkeiten mit komplexen grammatischen Begriffen. Gut ausgebildete Schüler sind aufgeschlossener gegenüber Grammatik.
  • Sprachkenntnisse: Grammatikarbeit eignet sich oft besser zur Verbesserung des schriftlichen Englisch als für das Sprechen, Lesen oder Schreiben.
  • Register: Informelle Kontexte stellen oft geringere Anforderungen an die grammatikalische Genauigkeit.
  • Bedürfnisse und Ziele: Lernende mit beruflichen Zielen müssen oft mehr Wert auf formale Richtigkeit legen als Lernende, die lediglich ihre Überlebensfähigkeit in der Sprache sichern wollen.

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