Konflikte im Nahen Osten und die Ära der Entkolonialisierung

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Der Konflikt im Nahen Osten

Palästina war ein britisches Protektorat, das überwiegend von Muslimen bewohnt wurde, jedoch eine bedeutende jüdische Bevölkerung aufwies. Im Jahr 1947 sah eine UN-Resolution die Teilung des Gebiets in einen jüdischen und einen palästinensischen Teil vor. 1948 wurde der Staat Israel ausgerufen.

Die arabisch-israelischen Kriege

Die Palästinenser und ihre muslimischen Nachbarn (Syrien, Jordanien, Iran, Irak etc.) erkannten den neuen Staat Israel nicht an. Die Arabische Liga formierte sich, und der erste arabisch-israelische Krieg wurde entfesselt. In der Folge kam es zu weiteren Kriegen. 1964 wurde die PLO (Palestine Liberation Organization) unter der Führung von Jassir Arafat gegründet, um die palästinensischen Interessen zu verteidigen. 1993 vereinbarte Israel die Schaffung eines autonomen Gebiets unter palästinensischer Autorität.

Entkolonialisierung und die Dritte Welt

Die Entstehung der Dritten Welt

Die meisten neuen Staaten, die aus der Entkolonialisierung hervorgingen, fühlten sich in der internationalen Politik marginalisiert. 1955 fand die Konferenz von Bandung mit 29 dekolonisierten Ländern statt. Dort wurden folgende Punkte vereinbart:

  • Verurteilung des Kolonialismus
  • Wahrung der Souveränität und Gleichheit zwischen den Nationen
  • Ablehnung der Einmischung in innere Angelegenheiten

Als Ergebnis der Konferenz von Belgrad (1961) wurde die Bewegung der blockfreien Staaten geschaffen.

Neokolonialismus als koloniales Erbe

Der Neokolonialismus beschreibt eine Form der Abhängigkeit, bei der ehemalige Kolonialmächte wirtschaftlichen und kulturellen Einfluss auf die nun unabhängigen Länder ausüben. Die wirtschaftliche Struktur dieser neuen Länder war oft schwach, da sie gezwungen waren, Rohstoffe zu exportieren und Industrieprodukte zu importieren. Dieser ungleiche Handelsaustausch führte zu einer starken Abhängigkeit vom Ausland.

Territoriale und ethnische Konflikte

Die Grenzziehungen der unabhängigen Länder entsprachen häufig kolonialen Interessen, wodurch verschiedene ethnische Gruppen und Stämme zwangsweise zusammengeführt wurden. Zudem etablierten einige neue Führungskräfte diktatorische und korrupte Regierungen, die durch das Militär gestützt wurden. In vielen Ländern entstanden revolutionäre Bewegungen, die den Kampf um die Macht aufnahmen und oft Bürgerkriege provozierten (z. B. UNITA in Angola).

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