Kontinentaldrift und die geologische Geschichte der Erde

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1. Beweise für die Kontinentaldrift

Alfred Wegener vermutete, dass die Kontinente in der Vergangenheit verbunden waren. Dies lässt sich durch die auffällige Übereinstimmung der Küstenlinien beobachten, insbesondere zwischen Afrika und Südamerika, vor allem wenn man die Grenzen der Festlandsockel berücksichtigt.

Paläontologische Belege

Fossilien identischer Organismen wurden an Orten gefunden, die heute Tausende Kilometer voneinander entfernt sind. Dies deutet darauf hin, dass diese Lebewesen die heutigen Ozeane nicht hätten überqueren können, was beweist, dass die Kontinente einst vereint waren.

Geologische und tektonische Belege

Bei einem Zusammenfügen der Kontinente lassen sich Übereinstimmungen in der Gesteinsart, der Chronologie und den Gebirgsketten feststellen, die einen fast durchgehenden Gürtel bilden.

Paläoklimatische Belege

Dies war für Wegener das wichtigste Argument. Er entdeckte Gebiete, deren heutiges Klima nicht mit der Vergangenheit übereinstimmt: Regionen, die heute vereist sind, waren einst warm, während Nordamerika und Europa früher von warmen Wäldern bedeckt waren.

2. Die Theorie der Plattentektonik

Die Theorie, die die geologischen Prozesse der Erde erklärt, nennt man Plattentektonik.

Lithosphäre in Bewegung

  • Ozeanische Rücken: Hier entstehen neue Platten durch die Expansion des Ozeanbodens.
  • Subduktion: An anderen Stellen kollidieren Platten, wobei ozeanische Lithosphäre in den Erdmantel abtaucht und zerstört wird.

Schöpfung und Zerstörung des Reliefs

Das Relief ist eine Folge der Dynamik der Lithosphäre. Durch die geringe Dichte der kontinentalen Kruste entstehen bei Kollisionen Gebirge. Erosion trägt diese Gebirge ab, bis die Krustendicke wieder normal ist. Alte, eingeebnete Gebirge werden als Kratone bezeichnet.

3. Geschichten eines alten Planeten

Die Erde ist ein aktiver Planet, der sich ständig verändert. Die Entstehung begann vor etwa 4570 Millionen Jahren.

  • 4470 Ma: Die Erde ist ein heißer Gesteinsball.
  • 4440 Ma: Ein marsgroßes Objekt kollidiert mit der Erde; Trümmer bilden den Mond.
  • 4400 Ma: Erste Anzeichen von Meeren und kontinentaler Kruste.
  • 850–580 Ma: Reduzierung der Treibhausgase führt zu einer globalen Vereisung (Schneeball Erde).
  • 250 Ma: Die Kontinente sind vereint (Pangäa).
  • 2009: Die Erde heute.
  • 150 Ma (Zukunft): Neue Ozeane und verschobene Kontinente verändern das Bild des Planeten.
  • +2500 Ma: Die Sonne wird zum Roten Riesen, die Erde trocknet aus.

4. Das Innere der Erde

Forschungen haben ergeben, dass der Erdkern zu 80–90 % aus Eisen und zu 10 % aus Nickel sowie anderen Elementen besteht. Die innere Energie der Erde wurde früher dem Zerfall instabiler Isotope von Uran und Thorium zugeschrieben. Heute weiß man, dass diese Elemente eher in der Kruste konzentriert sind. Die enorme Hitze im Kern (ca. 5000 °C) stammt wahrscheinlich aus der ursprünglichen Wärme der kollidierenden Planetesimalen während der Entstehung des Planeten.

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