Kontinuierliche Produktionsprozesse
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Kontinuierliche Prozesse
Kontinuierliche Prozesse sind Verfahren, bei denen Rohstoffe, Zwischen- und Endprodukte kontinuierlich über einen langen Zeitraum verarbeitet werden. Sie werden am leichtesten im stationären Zustand beschrieben.
- In einem kontinuierlichen Prozess verlassen die Waren das System ohne Unterbrechung.
- Die Werte der Variablen sind an jedem Punkt des Systems verschieden, aber der Wert an jedem Punkt ändert sich nicht mit der Zeit.
- Es handelt sich um industrielle, physikalische oder chemische Prozesse, die wirtschaftlich mit minimalen Unterbrechungen und Stopps arbeiten.
- Die Zeit ist eine Variable, die – abgesehen von kurzen Start- und Stoppphasen – kaum eine Rolle spielt.
- Wenn eine Variable geändert wird, dauert es eine gewisse Zeit, bis die restlichen Variablen wieder den stationären Zustand (Steady-State) erreichen.
- Die Operationen sind stabil, dauerhaft oder uniform.
- Wenn ein Rechenwerk mit zwei Zuflüssen und zwei Abflüssen die Bedingungen des Gleichgewichts erfüllt, liegt ein stationärer Zustand vor.
Vorteile
- Beseitigung von Be- und Entladezeiten.
- Beseitigung von Totzeiten zwischen den Operationen.
- Reduzierte Lohn- und Arbeitskosten.
- Verbesserte hygienische Arbeitsbedingungen.
- Hohe Produktqualität und Uniformität.
- Einfache Rückgewinnung von Wärme und Kälte.
- Konstante Variablen und hohe Stückzahlen.
- Produktivitätssteigerung durch kontinuierliche Abläufe.
Nachteile
- Die Zusammensetzung der Rohstoffe muss für einen reibungslosen Betrieb konstant gehalten werden.
- Die Umsetzung ist komplex (Vermeidung von Stillständen).
- Teurere und empfindlichere Geräte.
- Schwierige Anpassung an Schwankungen im Verbrauch (Lagerhaltung erforderlich).
- Notwendigkeit der Harmonisierung von Produktion und Verbrauch.
Steady-State (Stationärer Zustand)
Hierbei gibt es keine Änderungen der Prozessvariablen. Beispiel: Wenn Wasser in einen Wärmetauscher bei 25 °C eintritt und bei 80 °C austritt, hat sich die Temperatur zwar verändert, aber am Eingang und Ausgang bleibt die Temperatur innerhalb eines Toleranzbereichs konstant.
Nicht-stationärer Zustand
In diesem Zustand ändern sich die Prozessvariablen kontinuierlich, da keine Ansammlung von Materie und Energie vorliegt.