Körperarbeit: Entspannung, Kinesik und Raumwahrnehmung

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Erholung und Entspannung

Wenn es um Entspannung geht, denkt man sofort an Techniken, die zu psychischer und muskulärer Entspannung führen und Unbeweglichkeit fördern. Entspannung kann jedoch auch Teil eines Bewegungsflusses sein oder durch ein dramatisches Gewicht bestimmt werden.

In der Grundversion der Muskelarbeit (Kontraktion – Entspannung) gibt es zwei Arten der Lockerung:

  • Erholungs-Entspannung: Die Schwerkraft ohne Widerstand wirken lassen.
  • Décontraction (kontrollierte Ausdehnung): Hierbei gibt es zwei Ebenen der Arbeit:
    • Passiv-Mechanismus: Die Trägheit des Muskels nutzen (Elastizität der Muskulatur).
    • Aktives Bewusstsein: Kontrolle der Entspannung.

Beide Arten der Entspannung können ein wesentlicher Teil der Bewegung oder der Weg zur Ruhe sein. Die Energie der Bewegung lässt sich durch eine klare Synchronisation von aktiven und passiven Phasen bewusst steuern, organisiert nach der expressiven Funktion der Bewegung. Die Integration all dieser Nuancen der körperlichen Bewegung ist ein mühsamer Prozess.

Wir beziehen uns nun auf die Entspannung, die Ruhe und Unbeweglichkeit fördert. Sie unterstützt nicht nur die physiologischen Mechanismen der Muskulatur, um Kontraktionen zu lösen und Gelenke zu entlasten, sondern hat auch einen unbestreitbaren psychischen Wert. Entspannung wird sowohl physisch als auch psychisch erreicht und kann partiell oder global sein.

Kinesik: Die Sprache des Körpers

Die Kinesik ist der Versuch, die Körpersprache nach dem Vorbild der Informationstheorie zu kodifizieren. Ray L. Birdwhistell entwickelte den Gedanken, jede Geste mithilfe der Linguistik zu analysieren. Wie Sprache in Phoneme, Wörter und Sätze unterteilt werden kann, gibt es in der Kinesik ähnliche Einheiten:

  • Kine: Die kleinste, kaum bemerkbare Einheit (vergleichbar mit einem Phonem).
  • Kinem: Eine größere Einheit, die erst durch die Kombination mehrerer Kine Bedeutung erlangt.
  • Kinomorpheme: Die Kombination von Kinemen (vergleichbar mit einem Wort).
  • Kinomorphische Konstruktionen: Komplexe Gesten, die ganze Sätze umfassen.

Das Ziel der Kinesik ist die Untersuchung von Verhaltensmustern der nonverbalen Kommunikation, also bedeutungsvoller Körperbewegungen.

Raumwahrnehmung: Gesamt- und Teilraum

Gesamtraum

Der Gesamtraum ist der Bereich, den wir durch Bewegung erschließen. Er umfasst den physischen Raum mit seinen Grenzen, unabhängig davon, ob er leer ist, Personen enthält oder mit Objekten gefüllt ist. Um den Raum zu strukturieren, nutzen wir abstrakte Achsen, Ebenen und Richtungen, um die Bahnenstruktur zu definieren. Pfade und Richtungen ergeben sich aus der Bewegung des Körpers im Raum.

Teilraum

Der Teilraum ist der Raum, der den Körper im physischen Sinne durch die Reichweite der Körperbewegung begrenzt. Im psychischen Sinne ist es der Raum, den wir als den unseren empfinden, der über die Grenzen der Haut hinausgeht. Zur Strukturierung dienen imaginäre Achsen: vertikal, horizontal und quer.

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