Korrosionsarten und Feuchtigkeitsschäden an Baustoffen
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Korrosionsarten und Feuchtigkeitsschäden
f) Lochfraß (Bites)
Lochfraß ist eine Form örtlicher Korrosion, bei der der Angriff in vielen kleinen Hohlräumen auf der Oberfläche des Materials erfolgt. Diese variieren in Anzahl, Form und Größe. Er kann erheblich zu Fehlern in Bauteilen unter sehr hoher Belastung beitragen. Ein Versagen durch Spannungsrisskorrosion und Lochfraß kann in verschiedenen Legierungen und Metallen wie Edelstahl und Aluminiumlegierungen auftreten.
Spannungsrisskorrosion (Stress-Cracking)
Hierbei handelt es sich um einen korrosiven Fehler, der in Form von Rissen in einer Komponente auftritt. Dies geschieht unter dem Zusammenwirken von mechanischer Beanspruchung und einer salzhaltigen, nassen oder aggressiven Umgebung, die mit hochfesten Metallen wie Edelstahl, Aluminiumlegierungen usw. interagiert.
Luftfeuchtigkeit
Wasser und Temperatur sind Faktoren, die sich unmittelbar auf die Qualität und das physikalische Verhalten von Baustoffen auswirken. Den physikalischen Gesetzen folgend migrieren die Temperatur (t°) und der Wasserdampf in der Wand von einer Seite zur anderen – von einem Ort höherer Temperatur zu einem Ort niedrigerer Temperatur. Wenn sie auf eine kalte Oberfläche treffen, entsteht Kondenswasser. Abhängig von der Isolierung der Wände kann dies zu konzentrierter Kondensation führen, die Bakterien- und Pilzbefall, Blasenbildung in der Farbe und weitere Schäden verursacht.
Wege des Wassereintritts in die Wand
- a) Von außen: Unter Einwirkung der Schwerkraft dringt Wasser in Materialien ein, die nicht absolut wasserdicht sind.
- b) Von unten (Grundwasser): Wasser steigt durch Kapillarwirkung aus dem Boden auf, abhängig von der Beschaffenheit der Kapillaren und ihrer Größe, dem Luftdruck sowie der Höhe über dem Meeresspiegel.
- c) Eingeschlossene Feuchtigkeit in Baustoffen: Feuchtigkeit, die während der Bauphase in den verwendeten Materialien verbleibt. Dieses Wasser in Gebäuden kann im Allgemeinen Nebenwirkungen wie biologische und chemische Prozesse auslösen, die zu Rissen, dem Verlust der strukturellen Tragfähigkeit sowie zum Bruch oder Ablösen von Bauelementen führen.
Biologische und chemische Prozesse
- a) Feuchtigkeitsaufnahme (siehe DIN): Resultiert aus langen Perioden der Feuchtigkeitseinwirkung in hochporösen Materialien wie Putz, Naturstein oder Ziegeln, die eine große Menge an Umgebungswasser oder Regenwasser aufnehmen. Dies geschieht besonders an schlecht belüfteten Außenwänden ohne Sonneneinstrahlung.
- b) Ausblühungen (Effloreszenz): Feuchtigkeit wandert aus dem Inneren der Wand nach außen. Dabei kristallisieren Mineralsalze (Nitrate, Sulfate und andere), die aus den Baumaterialien stammen. Dies führt zu weißen Flecken und Oberflächenstrukturen, die haptisch spürbar sind.
- c) Schwarze Flecken (Black Spots): Hierbei handelt es sich um Pilzkolonien, deren Sporen durch die Luft schweben und sich an kalten Wänden und Decken konzentrieren. Die Ursache ist meist kondensierte Feuchtigkeit an sehr kalten Steinfußböden oder aufsteigende Feuchtigkeit.
- d) Gefügezerstörung und Desintegration: Blasenbildung und Unebenheiten auf der Wandoberfläche oder der Zerfall des Putzes werden durch Feuchtigkeit in der Wand und chemische Angriffe durch Salze produziert. Diese reagieren mit Kalk und Calciumaluminatzement zu expansiven Verbindungen, die ihr Volumen vergrößern und so das Material (wie z. B. Farben) aufbrechen. Diese Reaktion benötigt ein großes Angebot an Wasser, um chemisch ablaufen zu können.