Krimi-Genres und Erzählformen: Ein Überblick

Eingeordnet in Mathematik

Geschrieben am in Deutsch mit einer Größe von 3,15 KB

Englischer Kriminalroman

Der englische Kriminalroman stellt den Detektiv vor ein Rätsel, das es zu lösen gilt. Die Figur wird als müßiger Intellektueller dargestellt, der entweder allein oder auf Anfrage ermittelt. Es handelt sich um eine kultivierte und intelligente Person, die einen geistigen Zweikampf mit dem Täter führt. Die Figuren entstammen meist der gehobenen Mittelklasse.

Amerikanischer Kriminalroman (Hardboiled)

Der amerikanische Kriminalroman, auch Film noir genannt, spielt in der Unterwelt – einem Milieu von Kriminellen, Schurken und Bösewichten, die außerhalb des Gesetzes leben. Er entstand während der Wirtschaftskrise in den USA ab 1929. Der Detektiv überschreitet hierbei oft die Grenzen von Recht und Ethik. Die Handlung spielt meist in Großstädten, die als Orte der Korruption dargestellt werden. Die Frau nimmt als Figur eine wichtige Rolle ein.

Französischer Kriminalroman

Der französische Kriminalroman stellt die Institution in den Vordergrund, nicht den Einzelnen. Im Vergleich zu anderen Kriminalroman-Arten gibt es hier mehr Spannung, mehr Abenteuer und zahlreiche Verfolgungsjagden.

Regeln des Kriminalromans

  • 1: Die Anzahl der Figuren muss gering sein (maximal 6).
  • 2: Die Details des Verbrechens müssen erklärt werden.
  • 3: Nicht zu sehr ins Detail gehen.
  • 4: Das „Wie“ der Tat ist wichtiger als der Täter selbst.
  • 5: Der Tod muss mit Bescheidenheit behandelt werden.
  • 6: Die Geschichte benötigt ein überraschendes Ende.

Argentinischer Kriminalroman

Der argentinische Kriminalroman existiert seit dem 19. Jahrhundert, erlangte jedoch erst im 20. Jahrhundert durch den Einfluss des britischen Kriminalromans Bedeutung. Ab den 1950er und 1960er Jahren begann die Entwicklung einer eigenständigen argentinischen Identität innerhalb des Genres.

Das Motiv des Doppelgängers

Das Thema des Doppelgängers, wie etwa beim „Warten“, verbindet Traum und Film. Es basiert auf der Gegenüberstellung einer Person mit einem Alter Ego, das entweder real oder unbewusst auftritt. Dies kann eine negative oder dunkle Seite repräsentieren, ähnlich einem Spiegel, der ein umfassenderes Bild der eigenen Person zurückwirft. Es verdeutlicht den Konflikt des Individuums mit sich selbst und seiner Umwelt: Die Ähnlichkeit steht für den Wunsch nach gesellschaftlicher Integration, während die Unterschiede verborgene Lüste und die Angst vor dem Scheitern symbolisieren.

Science-Fiction und Phantastik

Science-Fiction

  • Außerirdische Wesen.
  • Lösung von Problemen und ungeklärten Ereignissen in der Zukunft.
  • Technologische und wissenschaftliche Revolutionen.

Phantastische Geschichten

  • Unerklärliche Ereignisse, die nicht rational gelöst werden können.
  • Die Realität bricht plötzlich auf.
  • Ungewöhnliche Wendungen, die den Leser nachhaltig beeinflussen.
  • Themen wie Geister, Träume, Realitätsverschiebungen und Doppelgänger.

Verwandte Einträge: