Die Krise von 1640: Aufstände in Katalonien und Portugal
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Die Krise von 1640 und der Krieg gegen Frankreich
Im Jahr 1635 löste der Krieg gegen Frankreich die Krise von 1640 aus, die zum Konflikt zwischen dem Monarchen und dem Königreich führte. Die durch ausländische Feinde bedrohte Pyrenäen-Grenze diente dem Graf-Herzog von Olivares als Vorwand, um Katalonien zur Bereitstellung von Truppen und Geld zu zwingen.
Unruhen in Katalonien: Der Corpus de Sangre
Zusätzlich waren die in Katalonien stationierten Tercios (königliche Truppen) oft sehr undiszipliniert. Die Proteste der Generalitat und der Stadt Barcelona gegen sie nahmen stetig zu. Im Mai brach ein Bauernaufstand aus, bei dem die Tercios in der Provinz Girona angegriffen wurden. Einen Monat später schlossen sich die Segadors (Schnitter) an, die sich zur Fronleichnamsprozession im Juni in Barcelona versammelt hatten. Sie brachten die Stadt unter ihre Kontrolle – ein Ereignis, das als Corpus de Sangre bekannt wurde.
Bürgerkrieg und französische Intervention
Dabei wurden Vertreter des Königs, darunter der Marquis de Santa Coloma (Vizekönig von Katalonien), sowie Mitglieder der städtischen Oligarchie und Aristokratie massakriert. Dieses Ereignis führte zum Bürgerkrieg. Aus Angst vor dem König und dem aufgebrachten Volk boten die Vertreter der Generalitat die Grafschaft Barcelona Ludwig XIII. von Frankreich an. Dieser entsandte Truppen nach Katalonien, was zu einem langwierigen Krieg gegen die Habsburger führte. Erst nach zwölf Jahren konnten die Truppen des Königs Barcelona einnehmen und die Sezession Kataloniens beenden.
Die Rebellion Portugals und der Weg zur Unabhängigkeit
Das Beispiel Kataloniens schwächte die Autorität der Krone und ermutigte Portugal zur Rebellion. Zudem bedrohten die Holländer die portugiesischen Kolonien in Asien, Afrika und Brasilien. Portugal fühlte sich durch die Krone unzureichend geschützt und argumentierte, dass die Verteidigung der portugiesischen Gebiete ohne wirtschaftliche und militärische Hilfe kaum möglich sei.
Die Proklamation von Johann IV.
Im Jahr 1640 sollten portugiesische Soldaten rekrutiert werden, um den katalanischen Aufstand niederzuschlagen. Gleichzeitig versuchte man, den portugiesischen Adel unter der Führung des Herzogs von Braganza zu mobilisieren. Die Adligen verweigerten jedoch die Mitwirkung; sie revoltierten und proklamierten den Herzog von Braganza als König Johann IV. Der Krieg dauerte bis 1668 an, als die spanische Krone – unterstützt durch Großbritannien – schließlich die Unabhängigkeit des portugiesischen Reiches anerkannte.
Krisenmanagement und der Aufstand in Andalusien
Olivares, von der Not überwältigt, forderte den Adel der verschiedenen Königreiche auf, Geld und Truppen für die militärischen Kampagnen bereitzustellen. Dies führte dazu, dass viele von ihnen den Hof verließen. In der Folge revoltierte der Herzog von Medina Sidonia, ein Cousin von Olivares und Bruder der Frau von Johann IV., in Andalusien mit der Absicht, die Region unabhängig zu machen. Dieser Aufstand wurde jedoch mit militärischen Mitteln niedergeschlagen.