Die Krise von 1640: Katalonien, Portugal und das Ende der Habsburger

Eingeordnet in Geschichte

Geschrieben am in Deutsch mit einer Größe von 2,35 KB

Die Krise von 1640

Die Innenpolitik des Graf-Herzogs von Olivares wurde zunehmend autoritär. Die durch fremde Kriege verursachte steuerliche Belastung führte zu einer erhöhten Unzufriedenheit in allen Teilen der Gesellschaft.

Die katalanische Rebellion

Katalonien stand dem Graf-Herzog bereits aufgrund seines Versuchs, die Union of Arms zu schaffen, ablehnend gegenüber. Im Jahr 1640 explodierte die katalanische Rebellion, ausgelöst durch die Anwesenheit spanischer Truppen an der Grenze. Nach einer ersten Konfrontation zwischen Soldaten und Bauern in Gerona zogen die Truppen nach Barcelona, wo sie den Vizekönig hinrichteten. Da sie den spanischen Truppen nicht gewachsen waren, erkannten sie die französische Souveränität an und akzeptierten König Ludwig XIII. als ihren Herrscher. Eine französische Armee eroberte Katalonien im Jahr 1642.

Die Unabhängigkeit Portugals

Portugal sah zunehmend weniger Vorteile in der spanischen Monarchie. Die niederländischen Kolonien wurden jahrelang angegriffen, ohne dass der König eingriff, zudem war den Portugiesen die Präsenz von Spaniern in ihrer Regierung untersagt. Ende 1640 riefen sie den Herzog von Braganza zum König aus und trennten Portugal somit von Spanien.

Der Niedergang unter Karl II.

All diese Probleme führten 1643 zum Sturz von Olivares, doch die innenpolitische Situation verbesserte sich nicht. Als der König 1665 starb, hinterließ er als Erben ein schwaches und krankes Kind: Karl II.

Herausforderungen der Regentschaft

Die Herrschaft von Karl II. war von schwerwiegenden Problemen geprägt:

  • Unfähigkeit zu regieren: Gekoppelt mit seltenen Momenten der Klarsicht.
  • Interne Konflikte: Machtkämpfe zwischen den Fraktionen von Juan José de Österreich und der Partei von Nithard.
  • Wirtschaftliche Krise: Erst die Maßnahmen von Oropesa trugen zu einer langsamen Erholung bei.

Der Erbfolgekrieg

Das größte Problem der Monarchie war das Fehlen eines Erben, was zu einem internationalen Konflikt zwischen zwei Kandidaten führte: dem Erzherzog Karl (einem Habsburger) und Philipp von Anjou (einem Bourbonen). Schließlich starb Karl II. im Jahr 1700 und hinterließ ein Testament zugunsten von Philipp von Anjou.

Verwandte Einträge: