Die Krise der Zweiten Spanischen Republik (1931–1933)
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Die Probleme der republikanisch-sozialistischen Koalition
Ein zyklischer Abschwung
Die Weltwirtschaftskrise ab Oktober 1929 lähmte die Auswanderung nach Amerika. Die internationale Krise verschärfte die Probleme innerhalb der spanischen Wirtschaft, insbesondere die landwirtschaftliche Arbeitslosigkeit, die ungleiche Landverteilung und die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit. Schließlich entschied sich die Regierung, die Ausgaben zu senken, um das von der Diktatur Primo de Riveras geerbte öffentliche Defizit abzubauen und einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen. Dies hatte jedoch verheerende Auswirkungen auf den Sektor der Investitionsgüter.
Soziale Konflikte
Das langsame Tempo der Reformen provozierte Unzufriedenheit und Ungeduld bei den Arbeitern. Der revolutionäre Wille der Parteien intensivierte sich, was zu Arbeitskämpfen und Aufständen führte:
- CNT: Förderung revolutionärer Projekte und Streiks.
- Arbeiterföderation des Landes: Bauernaufstände und Landbesetzungen.
Die stetigen Streiks, Aufstände und Landbesetzungen führten zur Besetzung von Rathäusern, der Verbrennung von Grundbucheinträgen sowie zur staatlichen Kollektivierung und libertären Kommunismus-Bestrebungen. Diese Tatsachen führten zu einer enormen Belastung der Regierung, die mit harten polizeilichen Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung reagierte. Die Krise wurde von Sektoren, die gegen die Republik eingestellt waren, ausgenutzt.
Die Organisation der Rechten
Die republikanischen Reformen und die sozialen Unruhen verärgerten die wirtschaftlichen, sozialen und ideologischen Eliten der Mitte-Rechts-Parteien:
- Radikale Partei: Umstrukturierung um Alejandro Lerroux, die Unternehmer, Kaufleute und landwirtschaftliche Eigentümer anzog.
- CEDA: Unter der Führung von Gil Robles erzielte die konservative katholische Partei 1932 wichtige Fortschritte und gewann eine große Anzahl an Teilnehmern.
- Rechtsextreme Gruppen: Die Comunión Tradicionalista und faschistische Gruppen wie die Falange de las JONS führten eine intensive Agitation gegen das vermeintliche Vordringen des Marxismus und der „bolschewistischen Revolution“.
Diese Unzufriedenheit spiegelte sich im gescheiterten Putschversuch von General Sanjurjo wider. Zudem gründete sich 1933 die Spanische Militärunion (Unión Militar Española).