Krisen und Wandel: Weltpolitik im 20. Jahrhundert

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Politische Entwicklung des Kapitalismus in den 70ern

In den 1970er Jahren kam es zu einer bedeutenden politischen Entwicklung des Kapitalismus. In dieser Zeit wurden die Militärdiktaturen in Spanien, Griechenland und Portugal beseitigt. Zudem entstand der Eurokommunismus, mit dem die europäischen kommunistischen Parteien den Beitritt zum parlamentarischen System akzeptierten, um die Macht mit parlamentarischen Mitteln zu erlangen.

Die wirtschaftliche Krise des westlichen Blocks

Die wirtschaftliche Entwicklung des westlichen Blocks war zwischen 1973 und 1981 von einer schweren Krise geprägt. Die Ursache lag in der Entscheidung der Organisation arabischer Länder, kein Öl mehr an Staaten zu verkaufen, die Israel unterstützt hatten. Dies verdreifachte den Ölpreis. Die Folgen waren höhere Preise, eine sinkende Nachfrage und zahlreiche Betriebsschließungen.

Gorbatschows Reformen in der UdSSR

In den 80er Jahren versuchte Michail Gorbatschow, die UdSSR durch Reformen aus der politischen und wirtschaftlichen Krise zu führen. Im Inneren begann ein Prozess der Demokratisierung und Abrüstung der Sowjetunion. Zudem wurden Maßnahmen ergriffen, um die Industrie zu modernisieren.

Die Desintegration des kommunistischen Blocks

Die Desintegration des kommunistischen Blocks wurde 1989 durch zwei wesentliche Tatsachen eingeleitet: Die Länder Ost- und Mitteleuropas beseitigten durch politische Reformen ihre kommunistischen Regime, und die Deutsche Demokratische Republik öffnete die Berliner Mauer. Im August 1991 organisierte die Kommunistische Partei einen Staatsstreich, der jedoch durch Boris Jelzin vereitelt wurde. In der Folge lösten sich der RGW (Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe) und der Warschauer Pakt auf.

Die politische Entwicklung in Spanien (1939–1975)

Die Ära Franco: 1939–1959

Die politische Entwicklung verlief in zwei Stufen: Bis 1942 legte Franco die Grundlagen für seinen Totalitarismus. Er konzentrierte die drei Gewalten auf sich, und es gab mit der Falange Española nur eine einzige zugelassene Partei. Grundlegende Gesetze wurden in dieser Zeit verabschiedet. Von 1942 bis 1959 versuchte das Regime schließlich, sich eine demokratische Fassade zu geben.

Widerstand und das Ende der Diktatur

Das Franco-Regime stieß auf externen und internen Widerstand. Politische Flüchtlinge gründeten eine republikanische Exilregierung unter dem Vorsitz von José Giral. Im Inland formierte sich der Widerstand durch die sogenannten Maquis sowie katalanische und baskische nationalistische Gruppen (wie die ETA). Als der Zweite Weltkrieg begann, unterzeichnete Spanien einen Nichteinmischungsvertrag, schickte jedoch Unterstützung durch die Blaue Division.

Im Zeitraum von 1960 bis 1975 wurde Juan Carlos de Borbón als Nachfolger Francos benannt. Der Einfluss der Falange nahm zugunsten von Personen ab, die dem Opus Dei nahestanden. Die Opposition forderte verstärkt Demokratie und organisierte Streiks. Als sich Francos Gesundheitszustand 1974 verschlechterte, schlossen sich die oppositionellen Gruppen in der Demokratischen Konferenz in Spanien zusammen. Franco starb am 20. November 1975. Die Außenpolitik dieser Ära war durch den Antrag auf Mitgliedschaft in der EU und den Anspruch Spaniens vor den Vereinten Nationen auf die Souveränität über Gibraltar geprägt.

Der arabisch-israelische Konflikt

Die Ursachen für den arabisch-israelischen Konflikt liegen in der Besetzung des Gazastreifens, des Westjordanlands und Jerusalems durch Israel. Sowohl Palästinenser als auch Israelis beanspruchen Jerusalem entgegen der UN-Resolution als Hauptstadt. Im Jahr 1964 gründeten die Palästinenser die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO). In den besetzten Gebieten kam es zu Angriffen palästinensischer Zivilisten auf die israelische Armee. Im Jahr 2005 erfolgte zwar der Rückzug Israels aus dem Gazastreifen, doch die Besetzung des Westjordanlands blieb bestehen. Die israelische Kontrolle und der Bau einer Mauer schränkten die Bewegungsfreiheit der Palästinenser weiter ein, um weitere Angriffe zu verhindern.

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