Krisenbewältigung in Europa: Strategien nach 1932

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Krisenstrategien in Skandinavien und Frankreich

Die wirtschaftliche Erholung in Schweden und Dänemark verlief schneller als in anderen Ländern. Das zentrale Element bestand darin, dem Staatshaushalt eine aktive Rolle bei der Bekämpfung des Wirtschaftsabschwungs zuzuweisen, wodurch er zu einem wirksamen Antikrisen-Instrument wurde. Wenn Unternehmer weniger investierten und dadurch Arbeitslosigkeit verursachten, erhöhte der Staat seine Investitionen, um diesen Effekt auszugleichen.

Bei der Durchführung dieser Programme war die Kraft der sozialdemokratischen Parteien entscheidend, da die Arbeiterschaft bereits Maßnahmen zur Verbesserung der Situation vorantrieb. Diese Parteien beeinflussten maßgeblich die Genehmigung der Pläne zur Unterstützung von Arbeitslosen.

Internationale Bemühungen und die Londoner Konferenz

Seit 1932 kämpften die Regierungen der Vereinigten Staaten, Frankreichs und Großbritanniens dafür, den Handelskrieg zu beenden und das Geldsystem zu stabilisieren, um den internationalen Handel wieder zu ermöglichen. So wurde 1933 die Londoner Weltwirtschaftskonferenz (London International Conference) einberufen, um Meinungsverschiedenheiten über Kriegsschulden zu lösen und die starken Währungsschwankungen zu beenden.

Trotz der Schwere der Krise ergriff Großbritannien keine Maßnahmen, die dem amerikanischen New Deal ähnelten. Stattdessen schlug es traditionelle Anti-Krisen-Maßnahmen vor: Die Senkung des Pfund-Kurses zur Exportförderung sowie den Rückgriff auf Protektionismus. Zudem wurden Handelsabkommen mit den eigenen Kolonien geschlossen. Dies führte zu einer Erhöhung der Exporte und einer Verbesserung der Situation in jenen Ländern, die Rohstoffe und Nahrungsmittel exportierten.

Krisenbewältigung im nationalsozialistischen Deutschland

Deutschland war ein Beispiel für die wirtschaftliche Erholung innerhalb eines totalitären Staates. Hierzu führte man eine Politik der Wiederbewaffnung ein, um das Wachstum der Industrie zu stimulieren. Bei der raschen Verbesserung der Wirtschaft spielten auch öffentliche Bauaufträge eine wichtige Rolle. Hitler wollte eine wirtschaftliche Autarkie erreichen, also eine Selbstversorgung, die es Deutschland ermöglichen sollte, unabhängig von Importen alles Notwendige im Inland zu produzieren.

Diese Maßnahmen ermöglichten ein signifikantes Wachstum der Industrieproduktion und eine spürbare Abnahme der Arbeitslosigkeit. Allerdings basierte diese Erholung auf der Überzeugung, dass die staatliche Wirtschaftstätigkeit die militärische Macht des deutschen Volkes wiederherstellen sollte. Letztlich führte diese Aufrüstungspolitik unmittelbar zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges.

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