Die Kunst des alten Ägypten: Skulptur, Relief und Malerei

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Skulptur im alten Ägypten

Die Skulptur, das Gemälde und die ägyptische Architektur spielten eine ergänzende Rolle in der Grab- oder religiösen Architektur. Man kann die Skulptur in drei Hauptgruppen unterteilen:

  • Tempel: Kolossale Statuen von Pharaonen an den Fassaden der Tempel.
  • Grabstatuen: Statuen für die Gräber der Verstorbenen.
  • Götterfiguren: Darstellungen von Gottheiten.

Das Gewicht der Tradition und der Einfluss, der jegliche fremde Einflüsse zurückwies, erklären die relative Einheitlichkeit des ägyptischen Stils. Die Technik basierte auf der Arbeit des Steinmetzes an einem prismatischen Block, wobei die Figur von jeder Seite aus gezeichnet wurde. Die Haltung war stabil, ob sitzend oder stehend.

Das Gesetz der Frontalität

Das Gesetz der Frontalität beschreibt die Aufteilung des menschlichen Körpers in zwei gleiche Hälften entlang einer vertikalen Symmetrieachse, was eine hieratische Feierlichkeit erzeugt. Wenn jedoch der Pharao oder eine Gottheit dargestellt wurde, erreichte die Skulptur manchmal einen großen Realismus und Natürlichkeit, wie es beim berühmten Sitzenden Schreiber der Fall ist.

Reliefs und Malerei

Das Relief und die Malerei hatten die gleiche Funktion: die Dekoration der Innen- und Außenwände von Tempeln und Gräbern. In beiden Fällen wurde ein intellektuelles Verständnis des Themas oder Motivs verfolgt. Es handelt sich um unnatürliche und stilisierte Darstellungen.

Konventionen der Darstellung

Die menschliche Figur wird in der Regel durch die Kombination unterschiedlicher Sichtweisen dargestellt, um jeden Körperteil optimal zu zeigen:

  • Kopf: Im Profil.
  • Auge: Mandelförmig, von vorne gesehen.
  • Schultern und Oberkörper: Von vorne.
  • Beine: Im Profil.
  • Arme: Starr am Körper oder in einer V-Haltung.
  • Finger: Unnatürliche Platzierung, oft mit detailliertem Daumen.

Komposition und Perspektive

In Bezug auf die Kompositionen gibt es bestimmte Konventionen:

  • Gesetz der Achtung: Pharaonen und Götter werden größer dargestellt.
  • Desinteresse an der 3. Dimension: Tiefe wird durch verschiedene Verfahren wie Bänder, Überschneidungen von Formen oder die Kombination verschiedener Blickwinkel angedeutet.
  • Horror Vacui: Die Angst vor dem leeren Raum führt zum Nebeneinander von Figuren und Elementen, die nicht zwingend miteinander verbunden sind.

Schließlich zeichnet sich die ägyptische Kunst durch die Anwendung von Flächenfarben auf einer Zeichnung mit präzise definierten Linien aus.

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