Kunst, Ethik und Philosophie: Grundlagen im Überblick
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Kunst
Die Kunst ist eine auf Produktion ausgerichtete Tätigkeit des Menschen. Sie ist eine symbolische Handlung, deren Domäne stark von Technik, Intuition und Können geprägt ist. Sie umfasst sieben Aspekte:
- 1. Kreative Tätigkeit: Sie erfordert persönliches Engagement.
- 2. Kunstgattungen: Malerei, Skulptur, Architektur, Tanz und Musik.
- 3. Technik und Inspiration: Beide spielen eine wichtige Rolle, vor allem die Technik.
- 4. Zwei Aspekte: Kunst kann nach Gegenstand und Form unterschieden werden. Sie kann Abbild oder eigenständige Schöpfung sein.
- 5. Kunst und Schönheit: Kunst und Schönheit sind eng miteinander verbunden. Schönheit zeigt sich in Harmonie, Proportion und Ordnung.
- 6. Funktionen der Kunst: Ausdruck, Unterhaltung und Katharsis (Läuterung) von Emotionen und Sinnen.
- 7. Nachahmung der Natur: Platon sagte, Kunst imitiere die Natur. Er hielt die Kunst deshalb für weniger wertvoll als die Natur. Aristoteles sah dagegen die Kunst als Vervollkommnung der Natur.
Ethik
Die Ethik oder Moralphilosophie ist ein Teilgebiet der Philosophie. Sie untersucht die Grundlagen der Moral, bestimmt, was richtig und was falsch ist. Sie umfasst sieben Aspekte:
- 1. Praktische Frage: Kant fragte: Was soll ich tun? Ethik bedeutet, über gute und schlechte Handlungen nachzudenken.
- 2. Konflikte und Probleme: Ethische Fragen entstehen aus Konflikten und Problemen. Das Gewissen repräsentiert die moralische Instanz.
- 3. Freiheit: Die Freiheit ist die Grundlage der Ethik. Freiheit kann jedoch auch eingeschränkt werden. Sartre sagte: „Wir sind dazu verdammt, frei zu sein.“
- 4. Heteronomie und Autonomie: Heteronomie bedeutet Abhängigkeit von anderen, Autonomie bedeutet Unabhängigkeit.
- 5. Werte der Ethik: Zentrale Werte sind Leben, Freiheit, Gerechtigkeit, Wahrheit und Gesundheit. Oft entstehen Konflikte zwischen diesen Werten, zum Beispiel bei der Abtreibung: Freiheit der Frau gegen das Leben des Kindes.
- 6. Gewissen: Das moralische Gewissen ist teilweise eine soziale Konstruktion. Der Sozialkonstruktivismus betont dessen Bedeutung. Freud sah das moralische Gewissen dagegen im Über-Ich.
- 7. Vielfalt ethischer Positionen: Es gibt mehrere Ansätze der Ethik, etwa von Kant oder Sartre. Jeder muss selbst entscheiden, welchem er folgt.
- 8. Utopie: Ethik steht in Beziehung zur Utopie. Sie dient als Leitbild für Projekte, die unmöglich erscheinen.
Aristoteles und Epikur
Aristoteles vertrat den Eudämonismus: Das Ziel des menschlichen Handelns ist das Glück (Eudaimonia). Glück erreicht man durch Mäßigung. Glück bedeutet auch Wohlergehen, soziale Harmonie und Gerechtigkeit im größeren Gemeinwesen. Handlungen werden durch Gewohnheit gut oder schlecht: Wiederholte gute Handlungen führen zur Tugend, wiederholte schlechte zur schlechten Angewohnheit. Die Übung der Tugend ist der Weg zum menschlichen Glück.
Epikur vertrat ebenfalls den Eudämonismus. Gut ist das, was Glück bringt. Glück besteht darin, Lust zu suchen und Schmerz zu vermeiden. Nicht jede Lust bringt Glück, manche führen zu Leid. Man muss rational abwägen, welche Lüste intensiv und dauerhaft sind. Wenn man etwa bei einem Gelage Glück empfindet, folgt am nächsten Tag oft Leid.
Utilitarismus
Der Utilitarismus identifiziert das Gute mit dem Nutzen. Der moralische Wert einer Handlung zeigt sich in ihren Folgen: Die beste Handlung ist jene, die für die größte Zahl von Menschen das größte Glück erzeugt. Die Gesellschaft beruht auf freiem Austausch und Selbstregulierung der Interessen.
Kant und Sartre
Kant vertrat den kantischen Formalismus. Moralische Gesetze sind allgemeingültig und notwendig. Eine Handlung ist nur dann gut, wenn sie aus Pflicht geschieht und nicht aus Eigennutz. Die Einhaltung der Pflicht erfolgt unabhängig von Konsequenzen. Dieser Grundsatz heißt kategorischer Imperativ.
Sartre vertrat den existenzialistischen Formalismus. Die Existenz geht dem Wesen voraus. Der Mensch hat keine feste Natur und keinen vorgegebenen Wert, sondern bestimmt sich durch seine Entscheidungen selbst. Gut ist die Handlung, die aus radikal freiem Entschluss erfolgt.
Apel und Habermas
Apel und Habermas entwickelten eine Diskursethik, die Kants Ethik neu formuliert. Im Mittelpunkt steht nicht das einzelne Subjekt, sondern das kollektive Subjekt der Kommunikation. Sie untersuchen die Möglichkeit, mindestens universalisierbare Normen durch Konsens zu begründen.