Die Kunst der Renaissance: Architektur, Skulptur und Malerei

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Renaissance-Architektur

Die Renaissance-Architektur markierte einen deutlichen Bruch mit der vorangegangenen Epoche. Die gotische Baukunst hatte in ihrer Endphase einen Perfektionsgrad erreicht, der kaum noch zu übertreffen war; gotische Kathedralen konnten nicht mehr leichter oder schlanker gestaltet werden. Die Architektur stand somit vor der Wahl, sich zu wiederholen oder neue Wege zu beschreiten. Man wandte sich daher den Klassikern zu.

Die Architektur der Renaissance zeichnet sich durch die Nutzung griechisch-römischer Bauelemente aus, wie:

  • Bögen
  • Tonnengewölbe
  • Giebel
  • Klassische Säulenordnungen

Zudem prägte ein starker Sinn für Proportionalität das griechisch-römische Erbe. Es gab eine außerordentliche Entwicklung der zivilen Architektur, da nicht nur die Kirche über die Macht und das Geld für Hauptwerke verfügte, sondern auch bürgerliche Herren prunkvolle Paläste erbauen wollten. Dennoch blieben Kirchen und Basiliken, inspiriert vom christlichen Erbe, von zentraler Bedeutung.

Renaissance-Skulptur

Die Renaissance-Skulptur bricht mit den Traditionen, wie etwa bei den Reliefs der zweiten Türen für das Baptisterium von Florenz von Ghiberti. Sie zeigt die typischen Eigenschaften der Renaissance: die Rückkehr zu klassischen Standards, den Anthropozentrismus und die Neubewertung der menschlichen Figur.

Ein wichtiger Faktor ist das Streben nach Bewegung, das im Widerspruch zum Ideal der Ausgewogenheit steht. Zum ersten Mal seit der Antike wurde wieder freistehende Skulptur geschaffen, wie der David von Donatello. Während des Mittelalters war die Bildhauerei fast ausschließlich als Reliefdekor an Gebäuden üblich. Die Künstler studierten eifrig den Naturalismus und die Perspektive, um einen Grad an Perfektion zu erreichen, der schwer zu übertreffen war.

Renaissance-Malerei

Die Malerei erlangte eine bisher unbekannte Bedeutung und ist zweifellos der beste Beweis für den Einfluss der neuen Zeit. Das weitgehende Fehlen von Überresten griechisch-römischer Malerei war kein Hindernis, da die Maler der Renaissance vom klassischen Geist durchdrungen waren. Sie übertrugen die menschliche Proportionalität und literarische Geschichten in ihre Werke.

Die Renaissance-Malerei brach mit der rein gotischen, starren und symbolistischen Kunst, die sich weit von natürlicher Schönheit und dem Spiel mit Volumina entfernt hatte. Das Streben nach malerischem Realismus führte zu einer gründlichen Studie von Optik und Perspektive:

  • Geometrische Perspektive: Basierend auf einem Fluchtpunkt.
  • Luftperspektive: Eine spätere, weiterführende Technik.

Technisch war das Aufkommen der Ölmalerei von großer Bedeutung. Obwohl die Verwendung von Öl als Bindemittel bereits im Mittelalter bekannt war, wurde die Technik nun – vor allem durch Jan van Eyck – perfektioniert. In ganz Europa ermöglichte Ölmalerei das Schaffen von Lasuren durch Schichtung und Texturen. Dies führte zu perfekten, brillanten Qualitäten, die Objekte hyperreal erscheinen ließen und der Arbeit neue, revolutionäre Werte an Feinheit, Helligkeit, Detailreichtum und Realismus verliehen.

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