Kunstgeschichte: Von der Frühchristlichen bis zur Gotik
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Frühchristliche Kunst
Die frühchristliche Kunst entwickelte sich ab dem ersten Jahrhundert. Mit dem Edikt von Mailand im Jahr 313 legalisierte Konstantin das Christentum und gewährte Religionsfreiheit.
1. Stufe (1. Jahrhundert bis 313)
- Das Christentum war illegal.
- Entwicklung von Malerei und Skulptur in Katakomben und Gräbern.
- Skulpturen bestanden meist aus kleinen Reliefs.
Christliche Ikonographie
Religiöse Ideen wurden durch Symbole ausgedrückt:
- Anker: Unterstützung durch die Kirche
- Fisch: Jesus
- Boot: Die Kirche
- Crismón (Chi-Rho): Symbol des Christentums
2. Stufe (313 bis ca. 530)
Nach der Legalisierung entstanden christliche Basiliken, bestehend aus Vorhof, Narthex und dem Hauptraum.
Frühchristliche Malerei
- 1. Zeitraum: Fresken in Katakomben.
- 2. Zeitraum: Mosaike zur Dekoration von Apsiden und Wänden.
Frühchristliche Skulptur
- Reliefs: Schmückten Sarkophage mit biblischen Szenen.
- Freiplastiken: Darstellung von Jesus als Figur.
Byzantinische Kunst (6. bis 16. Jahrhundert)
Die byzantinische Architektur zeichnet sich durch Bögen, Kuppeln und das griechische Kreuz aus. Pendentifs (sphärische Dreiecke) ermöglichen den Übergang zur Kuppel.
Malerei und Skulptur
Die Kunst auf Holztafeln (Ikonen) zeichnet sich durch Goldhintergründe, fehlende Perspektive sowie eine strenge Vertikalität und Symmetrie aus. Häufige Motive:
- Christus Pantokrator: Der Weltenherrscher
- Theotokos: Maria als Mutter Gottes
- Heilige und Apostel
Romanik (11. bis 13. Jahrhundert)
Die Romanik war eine klösterliche, aristokratische und religiöse Kunst, die sich über Pilgerwege in Europa verbreitete.
Merkmale der romanischen Architektur
- Monumentale, ländliche Bauweise.
- Dicke Mauern mit Strebepfeilern.
- Tonnengewölbe und Kreuzgratgewölbe.
- Kleine, hornförmige Fenster.
Elemente der Fassade
- Tympanon: Raum zwischen Sturz und Archivolten.
- Sturz: Horizontaler Balken über dem Eingang.
- Archivolte: Verzierte Bögen über dem Sturz.
- Mittelpfosten: Stütze unter dem Sturz.
- Jamben: Seitliche Türpfosten.
Gotische Kunst (12. bis 16. Jahrhundert)
Die Gotik war eine urbane Kunst, finanziert durch Zünfte, mit dem Ziel, den menschlichen Geist zu Gott zu erheben.
Gotische Architektur
Charakteristisch sind hohe, lichtdurchflutete Kathedralen mit folgenden Elementen:
- Spitzbögen.
- Große Fensterflächen und Rosetten.
- Strebewerk und Strebebögen zur Gewichtsableitung.
- Komplexe Gewölbesysteme.