Kunstgeschichte: Von der Kolonialzeit bis zur Moderne

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Lateinamerikanische koloniale Kunst

Die koloniale Kunst in Lateinamerika war stark vom mittelalterlichen Einfluss geprägt, insbesondere von der Romanik. Dies zeigt sich in den dunklen Innenräumen von Militärfestungen, Klöstern und Kirchen.

Koloniale Architektur in Venezuela

Die Architektur wies eine einheitliche Dekoration auf: Einstöckige Gebäude mit Räumen, die um einen zentralen Innenhof angeordnet und durch Korridore verbunden waren.

Koloniale Malerei in Venezuela

Die ersten Bilder waren von europäischen Werken inspiriert, die durch Stempel oder Zeichnungen religiöser Texte verbreitet wurden. Die Themen waren überwiegend religiöser Natur.

Koloniale Skulptur in Venezuela

Das Hauptthema war religiös. Die ersten Skulpturen wurden aus Spanien importiert. Die meisten Bildhauer waren Missionare, die über eigene Werkstätten verfügten.

Der Barock

Der Barock entwickelte sich in Europa im 17. und 18. Jahrhundert.

Barockmalerei

Charakteristisch sind Licht- und Schattenkontraste, ausdrucksstarke Gesichter und Gesten, komplexe Kompositionen sowie die Vorherrschaft geschwungener Rhythmen.

Bekannte Maler: Michelangelo Merisi (Caravaggio), Diego Velázquez, Peter Paul Rubens.

Berühmte Werke: "Unbefleckte Empfängnis", "Las Meninas".

Barocke Architektur

Die geraden Linien der Giebel und Gesimse werden durch gewundene und verzierte Formen ersetzt. Die Säulen werden aufwendig gestaltet und als "salomonische Säulen" bezeichnet.

Bedeutende Architekten: Gian Lorenzo Bernini und Francesco Borromini.

Berühmte Werke: Peterssäule (Baldachin), Trevi-Brunnen.

Barocke Skulptur

Das Kennzeichen ist die ornamentale Skulptur mit mythologischen und religiösen Themen.

Berühmte Werke: "Santa Cecilia" von Stefano Maderno, "Christus der Dornenkrönung".

Kunst des 20. Jahrhunderts

Círculo de Bellas Artes

Im Jahr 1919 kamen die Künstler Nicolás Ferdinandov und Samys Mützner nach Venezuela, um junge venezolanische Maler zu fördern.

Künstler: Federico Brandt, Rafael Monasterios, Armando Reverón, Antonio Edmundo Monsanto.

Impressionismus

Entwickelt in Frankreich Mitte des 19. Jahrhunderts. Ziel war es, die Wirkung von Licht und Atmosphäre auf die Landschaft einzufangen. Es wurde im Freien mit reinen Farben und lockeren Pinselstrichen gemalt.

Künstler: Édouard Manet, Claude Monet, Edgar Degas, Camille Pissarro.

Werke: "Impression, Sonnenaufgang", "Frühstück im Grünen".

Caracas-Schule

Eine Gruppe von Malern, die sich 1920 bildete, um die Landschaft von Caracas mit lokalen Elementen (Vegetation, Licht, Atmosphäre) darzustellen.

Künstler: Pedro Ángel González, Rafael Ramón González.

Pointillismus

Eine von Georges Seurat entwickelte Technik, bei der Formen durch kleine Farbpunkte dargestellt werden, die sich im Auge des Betrachters aus der Ferne vermischen.

Künstler: Paul Cézanne, Vincent van Gogh, Paul Gauguin.

Expressionismus

Eine Kunstbewegung der Nachkriegszeit in Deutschland (Mitte des 20. Jahrhunderts), die darauf abzielte, Ideen und Gefühle darzustellen.

Künstler: Edvard Munch (Autor des berühmten Gemäldes "Der Schrei").

Symbolismus

Versucht, durch mystische Bilder Emotionen zu provozieren und spirituelle Vorstellungen hervorzurufen.

Künstler: Gustave Moreau, Odilon Redon, Puvis de Chavannes.

Kubismus

Stellt die Form einer Figur aus verschiedenen Blickwinkeln gleichzeitig dar.

Künstler: Pablo Picasso, Georges Braque.

Surrealismus

Eine Kunstbewegung, die sich mit dem Unbewussten und psychologischen Theorien auseinandersetzt.

Künstler: Salvador Dalí, Max Ernst, René Magritte.

Fauvismus

Gekennzeichnet durch die Verwendung von reinen Farbflecken, Linien und einer spontanen Darstellung realer und imaginärer Motive.

Künstler: Henri Matisse, André Derain.

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