Kurzschluss-Test eines Transformators: Durchführung & Analyse
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Praxis 13: Kurzschluss-Test eines Transformators
Einführung
Beim Kurzschluss-Test eines Transformators wird die Sekundärwicklung kurzgeschlossen. An die Primärwicklung wird eine niedrige Spannung (Kurzschlussspannung Ucc) angelegt, sodass der Nennstrom durch die Wicklungen fließt.
Grundlagen der Praxis
Dieser Test dient der Bestimmung der nominalen Kupferverluste. Eisenverluste sind aufgrund der niedrigen angelegten Spannung Ucc vernachlässigbar, da die Induktion und damit die Eisenverluste quadratisch sinken.
Berechnungsgrundlage:
- Wenn Ucc = 5% U1n, dann gilt: Bcc ≈ 0,05 B
- B = maximale Induktion bei Nennbetrieb
- Bcc = maximale Induktion bei Kurzschlussspannung
- PFe,cc = (0,05)2 · PFe = 1/400 · PFe
Hierbei ist PFe der Eisenverlust bei Nennbetrieb und PFe,cc der Eisenverlust während des Kurzschluss-Tests.
Berechnungen und Auswertung
Die Leistungsaufnahme im Kurzschluss entspricht den nominalen Kupferverlusten. Der Test ermöglicht zudem die Berechnung folgender Parameter:
- Kurzschluss-Leistungsfaktor: cos φcc = Pcc / (Ucc · I1n)
- Ohmscher Spannungsabfall (absolut): URcc = Ucc · cos φcc
- Reaktiver Spannungsabfall (absolut): UXcc = Ucc · sin φcc
- Relative Kurzschlussspannung: ucc% = (Ucc · 100) / U1n
- Relativer ohmscher Spannungsabfall: uRcc% = (URcc · 100) / U1n
- Relativer reaktiver Spannungsabfall: uXcc% = (UXcc · 100) / U1n
Widerstand und Blindwiderstand:
- Rcc = URcc / I1n
- Xcc = UXcc / I1n
Hinweis: Die Messungen sollten zügig durchgeführt werden, um eine Überhitzung der Wicklungen zu vermeiden.
Erforderliche Ausrüstung
- Einphasen-Transformator
- AC-Stromquelle
- Wechselspannungs-Voltmeter
- Leistungsmesser (Cos-Phi-Meter)
- Amperemeter (für Nennstrombereich)