La Celestina: Analyse von Fernando de Rojas' Meisterwerk
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La Celestina: Das Werk von Fernando de Rojas
La Celestina (ursprünglich Tragicomedia de Calisto y Melibea) ist ein zentrales Werk der spanischen Literatur, das Fernando de Rojas zugeschrieben wird.
Handlung (Argument)
Calisto wird von Melibea abgelehnt und wendet sich an die Kupplerin Celestina. Von dieser überzeugt, lässt sich Melibea auf eine Liebesgeschichte ein. Doch als die Diener Sempronio und Pármeno ihren Anteil an der Belohnung fordern und dieser ihnen verweigert wird, kommt es zum Mord an Celestina. Beim Verlassen Melibeas stürzt Calisto von einer Leiter und stirbt. Daraufhin begeht Melibea Selbstmord, und ihr Vater Pleberio beklagt die Welt, das Glück und die Liebe. In der Version von 1502 ereignen sich die Todesfälle in einer Nacht, in der Calisto seinen Dienern gegen Schläger beistehen will, die von Elicia und Areusa gesandt wurden.
Genre
Einige betrachten das Werk aufgrund der Dialogform als Drama, während andere es als einen Dialogroman definieren, der den sentimentalen Roman parodiert. Es steht im Kontext der humanistischen Komödie, war zum Vorlesen bestimmt und ursprünglich nicht für die Bühne konzipiert. Es übernimmt zeitgenössische Merkmale wie Handlungen an verschiedenen Orten und lange Monologe.
Stilistische Methoden
- Dialoge: Lange, rhetorische Reden wechseln sich mit kurzen Wortwechseln ab.
- Monologe: Sie dienen dem Ausdruck der Einsamkeit der Figuren und der Offenlegung ihrer Schwächen.
- Beiseite-Sprechen: Diese Technik wird oft, aber nicht immer, mit humoristischer Funktion eingesetzt.
Behandlung der Liebe
- Parodie der höfischen Liebe: Calisto bricht die Regeln, indem er die Wartezeit überspringt und das Geheimnis nicht wahrt.
- Magie: Celestina nutzt Magie und einen Pakt mit dem Teufel, um Melibea für Calisto zu gewinnen.
- Liebeswahnsinn: Die Darstellung der Liebe als eine Form des Wahnsinns.
- Sexuelle Liebe: Die Betonung liegt auf der körperlichen und geistigen Freude sowie dem durch den sexuellen Akt verursachten Genuss.
- Tadel der Liebe: Pleberio übt am Ende harte Kritik an der zerstörerischen Kraft der Liebe.
Charaktere
- Calisto: Parodiert den höfischen Liebhaber, verkörpert den Liebeswahnsinn und handelt oft dumm sowie egoistisch.
- Melibea: Eine tragische Figur, die den Schmerz bedauert, den sie ihren Eltern zufügt.
- Weitere Figuren: Celestina, die Diener Sempronio und Pármeno, die Prostituierten Elicia und Areusa sowie die Eltern Pleberio und Alisa.
Zweck des Werkes
Das Werk verfolgt entweder eine moralisierende Absicht oder vermittelt eine zutiefst desillusionierte und pessimistische Weltsicht.