La Celestina: Analyse von Struktur, Handlung und Figuren

Eingeordnet in Spanisch

Geschrieben am in Deutsch mit einer Größe von 2,3 KB

Struktur und Entstehung von La Celestina

Der Autor dieses Werkes ist Fernando de Rojas, der um das Jahr 1440 in Puebla de Montalbán (Toledo) geboren wurde. Es gibt Hinweise darauf, dass der erste Akt von einem unbekannten zeitgenössischen Dichter verfasst wurde. Zudem wurde das Werk im Laufe der Zeit durch den Autor in verschiedenen Teilen überarbeitet.

Das Stück entstand gegen Ende des 15. Jahrhunderts; als genaueres Datum für den ersten Druck in Burgos gilt das Jahr 1499. Das Werk ist in der Epoche der Renaissance angesiedelt. Die Sprache ist für die damalige Zeit einfach, nüchtern und klar, wenngleich sie im alten Kastilisch verfasst wurde, was das Lesen für das damalige Publikum anspruchsvoll machte. Literarisch ist das Werk als dialogische Tragikomödie einzuordnen.

Handlungsorte

Einigen Berichten zufolge basieren die Szenarien des Romans auf realen kastilischen Städten; eine Theorie besagt, dass die Stadt, in der die Tragikomödie spielt, Toledo sein könnte.

Die Handlung bewegt sich zwischen verschiedenen Schauplätzen:

  • Das Haus von Calisto
  • Das Haus von Celestina
  • Das Haus von Melibea und ihr Garten
  • Öffentliche Straßen und städtische Freiflächen

Charaktere

Die Figuren in La Celestina sind psychologisch tiefgründig ausgearbeitet:

Hauptfiguren

  • Melibea und Calisto: Die Liebenden.
  • Celestina: Die Kupplerin und Zauberin.

Nebenfiguren

  • Diener von Calisto: Sempronio, Pármeno, Sosia und Tristán.
  • Umfeld von Celestina: Areúsa und Elicia (Schülerinnen der Celestina).
  • Familie von Melibea: Alisa und Pleberio (Eltern).
  • Weitere Figuren: Lucrecia, Crito und Centurio (Freund von Areúsa).

Fast alle Figuren weisen eine komplexe Psychologie auf. So wird Celestina zunächst als bösartiger Charakter eingeführt, zeigt jedoch im Verlauf egoistische und eitle Züge. Auch Areúsa und Elicia verfolgen anfangs keine bösen Absichten gegenüber den Liebenden, lassen sich jedoch von Wut leiten, was letztlich zu den tragischen Ereignissen um Calisto und Melibea führt.

Verwandte Einträge: