Lagerhaltung im SCM: Typen, Ausstattung und Lagertechnik

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Lagerhaltung im Supply Chain Management (SCM)

Das Lager spielt eine entscheidende Rolle in der Versorgung innerhalb des Supply Chain Managements. Es sichert die Verfügbarkeit von Waren, Materialien und Produkten sowie Betriebsmitteln. Ein Shop, der auf Produkte aus dem Ausland setzt, benötigt eine zuverlässige Lagerstruktur. Bestände werden zentral gespeichert und verwaltet; dabei ist sicherzustellen, dass nur autorisierte technische und vollständig dokumentierte Prozesse Zugriff haben. Technische Prozesse wie Inventur, Verbesserung und Codierung werden im Transit-Bereich abgewickelt.

Produkte verlassen das Lager erst, wenn sie im Shop nicht mehr im gleichen Bilanzierungsfeld geführt werden.

Betriebsmodelle der Lagerhaltung

Heute und angesichts der Entwicklung des Handels haben sich verschiedene Modelle etabliert:

  1. Eigenes Lager
    Vorteile: Vollzugriff auf Produkte und Abläufe.
    Nachteile: Geringe Auslastung und hohe Kosten für Instandhaltung.
  2. Externes Lager
    Vorteile: Keine Instandhaltungspflicht, kostengesteuerte Abrechnung.
    Nachteile: Unsicherheiten bei Steuerung und Kommunikation sowie Schwierigkeiten bei der Imagepflege, da der Logistikdienstleister die Ware an den Endverbraucher liefert.
  3. Kooperation mit Logistikdienstleister
    Ein erfolgreicher Logistikbetreiber setzt auf strategische Allianzen. Verträge zu Vertraulichkeit und langfristiger Zusammenarbeit werden meist vor Vertragsabschluss unterzeichnet.

Ablauf im Lager

Wareneingang: physische und dokumentarische Prüfung, Sortierung nach Art, Zählung und Stichprobenkontrolle, Ausstellung der Wareneingangsdokumente.

Lagerprozesse: Einlagerung, Einstufung in Lagerplätze, Bestandsführung, Kommissionierung (Pick-by-Light) und Verpackung.

Versand: Verladung, Routenplanung und Auslieferung.

Infrastruktur und Ausstattung

Ein Ersatzteillager ist für wichtige Bestände unverzichtbar. Der Bestand muss wirtschaftlich und sicher gelagert werden.

Hallen und Gebäude: Bei der Planung sind Tragfähigkeit, Kapazität und langfristige Entwicklung zu berücksichtigen. Die Statik muss große Lasten aufnehmen; Hallen werden üblicherweise aus bewehrtem Beton errichtet und überdacht.

Aufbau eines Lagergebäudes

Eine Lagerhalle (oft als Scheune bezeichnet) ist strukturiert aufgebaut und besitzt eine Höhe von etwa 12 bis 15 Metern. Die Halle gliedert sich in drei Bereiche: Wareneingang, Lagerung und Versand.

Ausstattung im Wareneingang:

  • a) Transpaletten: Transport von Paletten (manuell und semiautomatisch)
  • b) Waagen: Wiegen von Paletten und Paketen
  • c) Gabelstapler: Übertragung der Paletten in den Lagerbereich

Ausstattung im Lager:

  • a) Transpaletten
  • b) Gabelstapler: Die Wahl richtet sich nach Funktion und Einsatzzweck. Antriebsarten sind Verbrennungsmotor (Benzin, Gas, Diesel, für offene Flächen), Elektro (für geschlossene Räume) und Sonderlösungen für bestimmte Umgebungen.
  • c) Regale:
    • c.1 Selektivregal: Direkter Zugriff auf jede Palette.
    • c.2 Durchfahrregal (Drive-in): Kompakte Lagerung mit hoher Dichte, geeignet für geringe Umschlagshäufigkeit und homogene Produkte.
    • c.3 Freiträger-Regal: Niedrige Bauweise, Lagerung von Paketen in offener Anordnung.
    • c.4 Durchlaufregal (Flow-Rack): Dynamische Lagerung mit Rollenbahnen, für FIFO-Prinzip geeignet.
    • c.5 Einfahrregal: Kombination aus Selektiv- und Blocklagerung mit Ein- und Ausgang auf derselben Seite.
    • c.6 Auslegerregal (Cantilever): Für lange und/oder sperrige Güter.
    • c.7 Palettenregal-Module: Flexible, leicht montierbare und erweiterbare Lagerung mit großer Kapazität.
    • c.8 Fahrregalsystem: Ideal für maximale Raumnutzung durch mobile Regalblöcke.

Förder- und Transportbänder

Bänder oder Fördersysteme ermöglichen eine kontinuierliche Bewegung mit hoher Leistung und sind wirtschaftlich einsetzbar. Sie eignen sich besonders, wenn ein hoher Durchsatz zwischen Wareneingang, Lager und Versand dauerhaft erforderlich ist.

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