Landwirtschaft, Klima und Bodenkunde: Grundlagen erklärt
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Landwirtschaftliche Prozesse
Landwirtschaftliche Prozesse umfassen alle Maßnahmen, die darauf ausgerichtet sind, Endprodukte in der Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei zu erzeugen. Dieser Prozess muss rentabel und nachhaltig geplant sein.
Stufen der landwirtschaftlichen Produktion
- Produktion
- Verteilung und Nutzung landwirtschaftlicher Ressourcen (Input)
- Kopplung, Lagerung, Konservierung, Verpackung und Vertrieb des Originalprodukts
- Industrielle Verarbeitung
- Lagerung, Vertrieb und Vermarktung des Endprodukts
INTA: Nationale Behörde für Agrartechnologie
Das INTA ist die Agentur des Landwirtschaftsministeriums in Argentinien. Gegründet im Jahr 1956, finanziert durch 0,5 % der Importe, betreibt sie 44 landwirtschaftliche Versuchsstationen. Zu ihren Aufgaben gehören die Informations- und Technologiegenerierung, die genetische Verbesserung von Getreide und Ölsaaten sowie die Bekämpfung von Schädlingen, Unkraut und Krankheiten.
Klima und meteorologische Grundlagen
Das Klima beschreibt die Gesamtheit der durchschnittlichen atmosphärischen Bedingungen einer Region über einen langen Zeitraum. Wichtige Elemente sind Temperatur, Luftdruck und Niederschlag.
Luftdruck und Barometer
Der Luftdruck ist die Kraft der Luft auf die Erdoberfläche. Kalte Luft sinkt (hoher Druck, Stabilität), während warme Luft aufsteigt (niedriger Druck, Instabilität). Zur Messung wird ein Barometer verwendet.
Winde in Argentinien
- Zonda: Warm und trocken, entsteht im Osten der Vor-Anden (La Rioja, San Juan, Mendoza) zwischen Mai und Oktober.
- Südostwind: Feucht und kalt, Ursprung an der Küste der Pampa im Sommer.
- El Pampero: Kalt und trocken, kommt aus dem Südwesten, meist im Sommer nach Tagen mit erhöhten Temperaturen.
Umwelt: Saurer Regen
Saurer Regen entsteht, wenn Luftfeuchtigkeit mit Stickoxiden und Schwefeldioxid aus Fabriken und Fahrzeugen reagiert. In Verbindung mit Wasserdampf bilden sich Schwefel- und Salpetersäure, die mit dem Niederschlag auf die Erde gelangen.
Klimatische Eigenschaften Argentiniens
Argentinien ist geprägt von trockenen und halbtrockenen Klimazonen (75 % der Fläche). Die große Vielfalt resultiert aus der geografischen Ausdehnung und verschiedenen Luftmassen.
Windzirkulation und Luftmassen
- Nordwest: Subtropische, kontinentale Luftmassen (warm und trocken).
- Südwest: Subtropische, maritime Luftmassen (pazifischer Raum).
- 60° südlicher Breite: Subpolare Luftmassen.
- Nordost: Subtropische, maritime Luftmassen (warmer, feuchter Atlantik).
Zyklonale Zentren (Niederdruck): Verbunden mit warmen Luftmassen, erzeugen Aufwinde.
Antizyklonale Zentren (Hochdruck): Verbunden mit kalten Luftmassen, erzeugen absteigende Strömungen.
Bodenkunde
Der Boden ist ein komplexes dynamisches System, das Wasserhaushalt, Flora und Fauna bestimmt. Er entsteht durch das Zusammenwirken von Klima, lebender Materie, Relief und Zeit.
Faktoren der Bodenbildung
- Ausgangsgestein: Verwitterung bildet die Grundlage des Bodens.
- Klima: Wirkt primär durch Temperatur, Niederschlag, Wind und Licht.
- Lebende Materie: Besteht aus Pflanzen, Mikroorganismen sowie Makro- und Mesofauna; entscheidend für Bodenstruktur und Fruchtbarkeit.