Landwirtschaft, Viehzucht und marine Ökosysteme

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Landwirtschaft und Viehzucht

Landwirtschaft

Die Probleme der Landwirtschaft sind die Übernutzung der Böden und steigende Nahrungsmittelpreise, die armen Ländern den Zugang zu Nahrungsmitteln erschweren.

Ein weiteres Merkmal der gegenwärtigen Expansion der Landwirtschaft ist der Einsatz von GVO (genetisch veränderten Organismen). Dies basiert auf der Übertragung von genetischem Material (DNA-Fragmenten) von einer Spezies auf eine andere, um spezifische Gene zu fördern oder zu eliminieren.

Formen der Landwirtschaft

  • Traditionelle Landwirtschaft oder Subsistenzwirtschaft: Macht 75 % der landwirtschaftlichen Nutzflächen weltweit aus. Sie basiert auf menschlicher und tierischer Arbeitskraft und dient der Selbstversorgung. Es gibt zwei Arten: traditionelle intensive Landwirtschaft und Wanderfeldbau.
  • Mechanisierte, industrielle oder intensive Landwirtschaft: Vorherrschend in entwickelten Ländern. Sie basiert auf Monokulturen und erfordert einen hohen Einsatz von Wasser, fossilen Brennstoffen, chemischen Düngemitteln, Herbiziden und Pestiziden.
  • Nachhaltige Landwirtschaft: Empfehlungen umfassen:
    • Erhaltung von Boden und Wasser hat Vorrang vor Produktivität.
    • Maßnahmen zur Erhaltung der biologischen Vielfalt.
    • Anbau von Pflanzen, die an das regionale Klima angepasst sind.
    • Wassersparende Techniken wie Tröpfchenbewässerung.
    • Reduzierung versteckter Kosten durch Ersatz fossiler Brennstoffe.
    • Vermeidung von Umweltverschmutzung und Förderung von Recycling.
    • Förderung von Mischkulturen statt Monokulturen.
    • Verwendung von organischem statt chemischem Dünger.
    • Biologische Schädlingsbekämpfung statt Chemikalien.
    • Maßnahmen zur Bekämpfung der Erosion.

Tierhaltung

Die moderne industrielle Tierhaltung in „Tierfabriken“ ist notwendig, um den enormen Fleischkonsum in den entwickelten Ländern zu decken.

Ressourcen der marinen und litoralen Ökosysteme

Auswirkungen auf Küstengebiete

  • Übermäßige Verstädterung: Überbelegung und Übernutzung der Wasserressourcen.
  • Eutrophierung.
  • Luftverschmutzung und Abfallaufkommen.
  • Entstehung von „Blanquizales“: Kahlstellen ohne Pflanzenbewuchs durch Grundschleppnetzfischerei, die den Schutz vor Erosion mindert.
  • Bio-Invasionen: Oft verursacht durch Ballastwasser von Schiffen. Bekannte Beispiele sind die Zebramuschel, Killer-Algen und Rote Tiden.

Fischerei

Gängige Fangtechniken sind:

  • Langleinen: Lange Schnüre mit zahlreichen Haken.
  • Schleppnetze: Sackförmige Netze, die über den Meeresboden gezogen werden (oft illegal).
  • Stellnetze: Treibnetze, die Fische in den Maschen verfangen (verboten).

Das Seerechtsübereinkommen regelt die 200-Meilen-Zone (Ausschließliche Wirtschaftszone), in der das jeweilige Land das Meer verwaltet. Jenseits dieser Zone werden Fangquoten festgelegt. Zudem gibt es zeitweise Fangverbote zur Erholung der Bestände. Die Aquakultur ist die Zucht von Arten in Gefangenschaft, kann jedoch die biologische Vielfalt gefährden.

Mangroven

Diese amphibischen Wälder wachsen in salzhaltigen, sauerstoffarmen Gewässern an tropischen Küsten. Sie schützen vor Erosion, bieten hohe Artenvielfalt und liefern Rohstoffe wie Holz, Kohle und Medikamente. Sie sind bedroht durch Abholzung, Verschmutzung und die Umwandlung in Garnelenfarmen, was zum Verschwinden vieler Arten führt.

Korallenriffe

Korallen leben in Symbiose mit einzelligen Algen (Zooxanthellen), die Photosynthese betreiben. Riffe sind durch menschliche Aktivitäten gefährdet:

  • Sedimentzufuhr durch Abholzung von Mangroven.
  • Wasserverschmutzung.
  • Tourismus und Anker von Schiffen.
  • Illegaler Handel mit Korallen.
  • Aggressive Fangtechniken (Sprengstoffe, Zyanid).
  • Zerstörung durch den Dornenkronenseestern.

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