Landwirtschaftliche Anbausysteme und Praktiken weltweit

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Landwirtschaftliche Praktiken und Anbausysteme

Es gibt verschiedene Anbausysteme in der Landwirtschaft:

Bewässerungslandwirtschaft (Regadío)

Die Bewässerungslandwirtschaft umfasst die Zufuhr großer Wassermengen an Kulturen durch künstliche Methoden der Bewässerung. Dies erfordert große wirtschaftliche Investitionen und eine sorgfältige Wasserinfrastruktur (Kanäle, Gräben, Sprinkler, Speicherbecken etc.).

Highlights der Früchte: Reis, Baumwolle, Gemüse und Zuckerrüben (Remolacha).

Regenfeldbau (Trockenlandwirtschaft)

Diese Form der Landwirtschaft nutzt keine künstliche Bewässerung und erhält Wasser ausschließlich aus natürlichen Niederschlägen. Zu den Kulturen gehören:

  • Hülsenfrüchte, Sonnenblumen, Sojabohnen und Erdnüsse
  • Gerste und Roggen
  • Wein, Oliven und Weizen (zusammen als mediterrane Trilogie bekannt)

Intensive und extensive Landwirtschaft

Die intensive Landwirtschaft verwendet Kapitalanlagen (materielle und technische Ressourcen) und/oder Arbeit, um den intensivsten Ertrag und Handel (Comercio) zu generieren. Dank des Investitionskapitals wird eine hohe Produktivität mit wenig manuellem Arbeitsaufwand erzielt.

Die extensive Landwirtschaft erzielt oft eine geringe Produktivität. Sie beschäftigt viele Arbeitskräfte, investiert jedoch kaum Kapital. Diese Form kann dem Markt oder dem Eigenbedarf (Autoconsumo) zugeordnet werden und umfasst sowohl niedrige als auch hohe Produktivitätspotenziale.

Subsistenzwirtschaft

Die Subsistenzwirtschaft ist durch archaische Techniken, eine starke Abhängigkeit von der physischen Umwelt und eine niedrige Produktivität charakterisiert. Ein Großteil der Erzeugung dient der Versorgung der landwirtschaftlichen Bevölkerung (Eigenbedarf). Diese Form wird vor allem in weniger entwickelten Regionen Afrikas, Asiens und Lateinamerikas praktiziert.

Modelle der Subsistenzwirtschaft

Wanderfeldbau und Brandrodung

Dies ist ein extensives System mit rudimentären Anbautechniken und Werkzeugen (Pflüge, Hacken und Grabstöcke). Um den Boden aufzubereiten, wird die Vegetation gefällt und verbrannt, sodass die Asche als Dünger dient. Nach der Rodung folgen Anbau und Ernte von Pflanzen wie Hirse, Mais, Sorghum und Maniok. In kurzer Zeit ist das Land erschöpft und wird aufgegeben. Die Bauern ziehen an einen anderen Ort, um den Prozess zu wiederholen.

Intensiver Reisanbau in den Monsungebieten Asiens

Hierbei handelt es sich um ein intensives System, das zum Beispiel auf dem Reisanbau in kleinen Parzellen basiert. Diese sind von Deichen und Kanälen umgeben und werden durch Hochwasser gespeist. Dadurch werden mehrere Ernten pro Jahr erzielt.

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