E-Learning-Systeme: LMS, LCMS und Moodle im Überblick
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1. Virtuelle Lernumgebungen (EVA)
Die Entwicklung freier Software und die Entstehung des Web 2.0 haben in Universitäten und Ausbildungsbetrieben zu einer spürbaren Änderung der Systeme geführt. Die Entwicklung verlief weg von der Nutzung allgemeiner Softwarepakete hin zu spezifischen, zielgerichteten Lösungen, die auf bestimmte Bedürfnisse zugeschnitten sind, um lebenslanges Lernen zu ermöglichen. Aktuelle Tools erlauben es, Kurse allgegenwärtig zu verwalten, die jederzeit (24/7), überall und auf jede Weise zugänglich sind – sei es durch Präsenzsitzungen, Blended Learning oder Fernunterricht.
1.1. Learning Content Management Systeme (LCMS)
LCMS sind speziell für die Verwaltung von Inhalten konzipiert. Sie ermöglichen es, kleine Lernmodule zu erstellen und zu speichern, die in eine umfassendere Ausbildung integriert und zum richtigen Zeitpunkt abgerufen werden können. Die neuesten Ergänzungen erlauben es, die Arbeit jedes einzelnen Schülers zu überwachen. Bei der Verwendung als Inhaltsbestände können diese auf BitNami bereitgestellt werden, sodass sie nicht jedes Mal neu erstellt werden müssen. So können Lehrer nachvollziehen, was jeder Schüler getan hat, und entscheiden, ob dieser bereit für die nächste Aktivität ist.
1.2. Learning Management Systeme (LMS)
LMS sind Dienste, die auf Servern installiert werden und die Verwaltung sowie Steuerung von Aktivitäten durch den Administrator ermöglichen. Sie sind eine besondere Art von CMS, die auf Lernumgebungen spezialisiert sind und sehr spezifische Ressourcen verwalten. Daher besitzen sie neben den typischen Funktionen eines CMS zusätzliche Werkzeuge für spezifische Ausbildungsaufgaben. Obwohl sie primär in Bildungseinrichtungen genutzt werden, kommen sie immer häufiger in Personalabteilungen privater Unternehmen zum Einsatz, um interne Ausbildungsprogramme für Mitarbeiter zu entwickeln. Darüber hinaus bieten LMS, die ein LCMS enthalten, einen beispiellosen Mehrwert durch die Fähigkeit, Ressourcen nach Bildungsstandards zu generieren und diese anschließend zu überwachen. Der wichtigste Wert dieser Leistungen liegt darin, dass sie sowohl formale Studienprogramme als auch lebenslanges Lernen für aktive Arbeitnehmer und die berufliche Bildung für Arbeitssuchende unterstützen. Da sie keine physische Präsenz im Klassenzimmer erfordern, bieten sie Ausbildungschancen, die besser auf die individuellen Bedürfnisse jedes Schülers zugeschnitten sind.
1.3. Kommunikationssysteme in der EVA
Diese Systeme bilden den Teil der virtuellen Lernumgebung (EVA), der dem Benutzer am nächsten ist. Die Kommunikation zwischen Lehrer und Schüler erfolgt in diesen Fällen virtuell und erfordert daher Ergänzungen wie Kalender, Foren, Blogs und Wikis. Derzeit verfügen die meisten im E-Learning-Bereich genutzten Systeme über die Merkmale eines LMS, nutzen standardisierte Ressourcen und generieren die oben genannten Kommunikationsinstrumente. Einige der am häufigsten verwendeten EVA-Systeme sind Moodle, LRN und Sakai.
2. Grundlegende Merkmale von E-Learning-Systemen
E-Learning ist ein Fernstudienmodell, das auf dem Web-Zugriff auf eine Plattform basiert, die Funktionen wie ein virtuelles Klassenzimmer bereitstellt und als Online-Lernwerkzeug dient. Die wichtigsten Vorteile dieser Systeme sind:
- 1. Garantierte Integrität zwischen LCMS- und LMS-Systemen.
- 2. Zentrale Verwaltung von Inhalten, was Zeit bei der Wartung spart.
- 3. Sofortige Synchronisation zwischen Inhalten und dem Follow-up-Training.
- 4. Fähigkeit, die Plattform dank integrierter Lösungen anzupassen.
- 5. Gegenseitige Nutzung der Funktionen beider Systeme.
Persönliche Lernumgebungen und Networking werden im Bildungsbereich immer häufiger. Dennoch sollten E-Learning-Systeme immer auf spezifische Bedürfnisse reagieren. Die Verwaltung von Benutzern und Gruppen erfordert beispielsweise Anwendungen, die folgende Anforderungen erfüllen müssen:
- 1. Organisieren von Kursen.
- 2. Durchführung verschiedener Aktivitäten.
- 3. Erstellen und Verarbeiten von Berichten.
- 4. Verwalten der Plattform.
- 5. Konformität mit Standards zur Barrierefreiheit.
- 6. Kompatibilität mit gängigen E-Learning-Standards.
Zudem muss das Ziel des Systems berücksichtigt werden. Bei der Gestaltung einer EVA muss man sich für bestimmte Aspekte entscheiden – zum Beispiel für Moodle gegenüber Sakai. Die Anforderungen an ein E-Learning-System für die Personalabteilung eines Unternehmens unterscheiden sich stark vom virtuellen Campus einer Universität, wo neben verstärkter Zusammenarbeit auch eine detaillierte Überwachung der Auswertung notwendig ist.
3. Moodle: Leistung und Vielseitigkeit
Aufgrund seiner hohen Leistungsfähigkeit und Vielseitigkeit ist Moodle heute eines der am häufigsten verwendeten Systeme. Moodle wurde 2002 veröffentlicht, erfüllt die beschriebenen Kriterien und passt ideal zum Modell des Web 2.0. Es ist unter der GNU/GPL lizenziert, was bedeutet, dass es Open Source bleibt. Dies hat zur Entstehung einer Gemeinschaft von über 21 Millionen Menschen und 46.000 registrierten Websites geführt. Es ist in 75 Sprachen übersetzt und weist eine beachtliche Update-Rate auf. Moodle ist ein Akronym für Modular Object-Oriented Dynamic Learning Environment. Seine Vorteile sind:
- 1. Förderung von Zusammenarbeit, kritischer Reflexion und gemeinsamen Aktivitäten.
- 2. Ermöglicht Online-Lehre, Fernunterricht und die Ergänzung von Präsenzlernen.
- 3. Nutzung über einen Browser mit einer einfachen, effizienten und konsistenten Schnittstelle.
- 4. Unkomplizierte Installation auf fast jeder Plattform, die PHP unterstützt (erfordert lediglich eine Datenbank).
- 5. Detaillierte Liste der gehosteten Kurse und die Möglichkeit, diesen als Gast zu folgen.
- 6. Klassifizierung der Kurse nach Kategorien und einfache Suchfunktion.
- 7. Bearbeitung der meisten Textfelder mit einem integrierten WYSIWYG-HTML-Editor.
3.1. Installation und Konfiguration von Moodle
Die Installation ist sehr einfach, da viele Anforderungen bereits festgelegt sind. Sie müssen lediglich angeben, wo das System auf einer BitNami-Basis installiert ist, und ein autorisiertes Konto zur Verwaltung der Datenbank erstellen.
4. Benutzerverwaltung in E-Learning-Systemen
Wie bei jedem CMS erfordert die Benutzerverwaltung in E-Learning-Systemen sofortige Aufmerksamkeit. Zunächst werden Validierungsprüfungen mit unterschiedlichen Benutzernamen durchgeführt. Im Allgemeinen verfügt das System über eine eigene Datenbank für die Nutzer. Eine der häufigsten Aufgaben ist die Registrierung und Abmeldung von Einzelpersonen. Es gibt jedoch Tools, die kollektive Aufgaben mittels externer Dateien im CSV-Format oder als Nur-Text erfüllen. Dabei ist zu beachten, dass Berechtigungen für spezifische Profile wie „Lehrer“ oder „Schüler“ vergeben werden müssen.
Glossar: LCMS und IMS GLC
Wortschatz: LCMS: Diese Systeme werden bevorzugt für die Erstellung, Wiederverwendung, Lokalisierung, Inhaltsentwicklung und das Management von Ausbildungssystemen verwendet. IMS GLC Spezifikation: Diese strebt die Standardisierung von Austauschformaten für Lerninhalte an. Sie wird von einer globalen Stiftung getragen, welche die Auswirkungen des Lernens in der obligatorischen Bildung und der Wirtschaft verbessern möchte.