Das Leben im 19. Jahrhundert: Gesellschaft, Industrie & Kunst
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Das Leben im 19. Jahrhundert
Übersichtsseite: 202–203
Die Gesellschaft im 19. Jahrhundert
Die Gesellschaft war in drei Klassen organisiert:
- Die oberen Klassen: Die reichsten Schichten, bestehend aus Aristokraten und dem Bürgertum.
- Aristokraten: Adlige, die zwar einige Rechte verloren hatten, aber weiterhin Besitzer großer Landflächen waren.
- Bourgeoisie: Fabrikbesitzer, Großkaufleute und Bankiers.
- Der Mittelstand: Kleine Händler, Unternehmer, Grundbesitzer sowie Freiberufler wie Ärzte und Rechtsanwälte.
- Die unteren Klassen: Menschen mit begrenzten finanziellen Ressourcen, bestehend aus Bauern, Fabrikarbeitern, Dienstboten und Bettlern.
Die Lebensbedingungen der Arbeiter waren sehr hart: Die Arbeitszeit betrug oft mehr als zwölf Stunden bei sehr niedrigen Löhnen und schlechten Wohnverhältnissen. Zum Schutz ihrer Interessen schlossen sich Arbeiter in Gewerkschaften wie der UGT und CNT zusammen.
Die Industrielle Revolution
- Das 19. Jahrhundert erlebte tiefgreifende wirtschaftliche Veränderungen.
- Transportwesen: Mit der Einführung der Eisenbahn wurden Entfernungen verkürzt und lange Reisen ermöglicht.
- Produktion: Kleine Handwerkswerkstätten wurden durch große Fabriken ersetzt, in denen eine Vielzahl von Arbeitern und Maschinen konzentriert war.
- Schlüsselindustrien: Die Textil- und Stahlindustrie entwickelten sich dank neuer Maschinen und Produktionstechniken am stärksten. Mechanische Webstühle produzierten Stoffe in hoher Geschwindigkeit, während moderne Öfen Stahl von hoher Qualität lieferten.
- Industrialisierung: Die Industrie konzentrierte sich in Regionen wie Madrid, Barcelona und dem Baskenland.
- Innovation: Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden neue Energiequellen wie Strom sowie neue Sektoren wie die Öl- und Chemieindustrie. Zudem wurden moderne Finanzinstitute wie Banken und die Madrider Börse gegründet.
Kunst und Kultur
- Auch Kunst und Kultur wandelten sich im 19. Jahrhundert grundlegend.
- Architektur: Antonio Gaudí prägte den Modernismus. Seine Gebäude zeichneten sich durch die Verwendung neuer Materialien wie Eisen und Glas sowie durch eine Dekoration aus, die natürliche Formen imitierte.
- Malerei: Bedeutende Künstler wie Darío de Regoyos, Santiago Rusiñol und Joaquín Sorolla hoben sich hervor. Sie schufen impressionistische Gemälde, bei denen die Farbe eine zentrale Rolle spielte.
Zusammenfassung: Die Gesellschaft des 19. Jahrhunderts gliederte sich in die Ober-, Mittel- und Unterschicht. Die Industrielle Revolution löste weitreichende wirtschaftliche Veränderungen aus, während in der Kunst der Modernismus und der Impressionismus neue Maßstäbe setzten.