Lebenszyklus und Fortpflanzung bei Tieren erklärt
Eingeordnet in Biologie
Geschrieben am in
mit einer Größe von 2,8 KB
Lebenszyklus und Fortpflanzung
Die Fortpflanzung ist die biologische Funktion, bei der Individuen Vorläuferzellen zu neuen Lebewesen entwickeln, die ihnen ähnlich sind, den sogenannten Nachkommen. Es gibt zwei Arten der Fortpflanzung:
- Asexuelle Fortpflanzung: Hierbei bringt ein einzelnes Elternteil neue Individuen hervor, die genetisch identisch mit ihm sind. Dies kommt bei Algen, Protozoen, Pilzen und einigen Pflanzen vor.
- Sexuelle Fortpflanzung: Diese umfasst in der Regel zwei Elternteile: ein Männchen und ein Weibchen. Die Nachkommen weisen Merkmale beider Eltern auf. Dies ist typisch für mehrzellige Organismen.
Der biologische Lebenszyklus
Der Lebenszyklus beschreibt die Gesamtheit der Stadien, die ein Organismus während seines Lebens durchläuft – von der Zygote bis hin zum Alter und der Fortpflanzungsfähigkeit. Während dieser Phasen erfährt der Körper charakteristische Veränderungen und hat unterschiedliche Ernährungsbedürfnisse.
Die normalen Phasen des Lebenszyklus sind:
- Fortpflanzung: Organismen produzieren eine Zelle oder einen Zellbereich, aus dem ein neues Individuum entsteht.
- Embryonale Entwicklung: Die Keimzellen bilden die Zygote, aus der durch eine Reihe von Zellteilungen ein vollständiges Individuum entsteht.
- Wachstum: Reifung und Zunahme der Körpergröße. Nach Abschluss erreicht der Organismus seine endgültige Größe und die Eigenschaften erwachsener Artgenossen. Bei einzelligen Organismen tritt Wachstum durch erhöhtes Zellvolumen auf, bei vielzelligen durch die Zunahme der Zellzahl.
Asexuelle Fortpflanzung bei Tieren
Die asexuelle Fortpflanzung ist ein verbreitetes Verfahren bei einzelligen Lebewesen. Bei Tieren ist sie jedoch selten und tritt vor allem bei einfach entwickelten Arten auf. Sie kann auf zwei Arten erfolgen:
1. Teilung oder Fragmentierung
Hierbei zerbricht das Elterntier in zwei oder mehr Teile, aus denen jeweils ein neues Individuum entsteht. Dies tritt bei Nesseltieren (z. B. Anemonen) und Würmern (z. B. Regenwürmer und Planarien) auf. Einige Tiere, wie Seesterne, nutzen zwar die geschlechtliche Fortpflanzung, besitzen aber einen Prozess namens Regeneration, durch den sie versehentlich verlorene Körperteile ersetzen können. Bei Tieren wie dem Salamander oder der Eidechse ermöglicht diese Fähigkeit die Regeneration bestimmter Organe, wie etwa des Schwanzes.
2. Knospung
Dies ist die Bildung einer Ausbuchtung oder eines Auswuchses am Körper des Tieres. Die Knospe kann sich abtrennen und zu einem erwachsenen Tier heranwachsen (wie bei der Süßwasser-Hydra) oder am Muttertier verbleiben, um eine Kolonie zu bilden (wie bei Korallen).