Die Legenden von Gustavo Adolfo Bécquer: Eine Übersicht

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Die Gold-Armband

Zusammenfassung: Pedro Alfonso de Orellana liebt eine Frau unendlich. Eines Tages entdeckt er sie weinend; sie gesteht ihm ihren obsessiven Wunsch nach einem goldenen Armband der Jungfrau aus der Kathedrale von Toledo. Getrieben von Liebe bricht er nachts in die Kathedrale ein, doch er sieht übernatürliche Wesen und Leichen. Er verfällt in Wahnsinn und wird am nächsten Morgen in der Kirche gefunden, das Armband in seinen Händen.

Der Berg der Seele

Zusammenfassung: An Allerheiligen erzählt der Adlige Alonso seiner Cousine Beatriz von der Legende des „Berges der Seele“, wo nachts die Glocken läuten und die Toten auferstehen. Sie vereinbaren, sich gegenseitig ein Geschenk zu machen. Alonso sucht nach einem verlorenen blauen Band auf dem Berg und kehrt nicht zurück. Beatriz findet das blutbefleckte Band in ihrem Zimmer und stirbt vor Angst.

Grüne Augen

Zusammenfassung: Fernando de Argensola verfolgt ein verwundetes Reh in ein verbotenes Waldgebiet. Seitdem ist er verändert und introvertiert. Er gesteht seinem Freund Iñigo, dass er an der Quelle ein Mädchen mit bezaubernden grünen Augen gesehen hat. Er kehrt zur Quelle zurück, um ihr seine Liebe zu gestehen, doch das Mädchen zieht ihn mit sich in den See.

Maese Pérez, der Organist

Zusammenfassung: Maese Pérez ist ein beliebter, blinder Organist in Sevilla, dessen Spiel an Heiligabend die Menschen verzaubert. Als er während der Messe stirbt, erklingt plötzlich eine himmlische Melodie an der Orgel, obwohl niemand daran sitzt. Es ist der Geist des alten Organisten, der weiterhin für seine Gemeinde spielt.

Das Mondlicht

Zusammenfassung: Manrique ist ein einsamer, poetischer Adliger. Eines Nachts sieht er im Wald von Soria eine Frau in Weiß. Er verfolgt sie monatelang, bis er erkennt, dass er nur einem Mondstrahl nachgejagt ist, der durch das Laub fiel. Er begreift, dass Liebe und Ruhm oft nur flüchtige Illusionen sind.

Das Miserere

Zusammenfassung: Ein Musiker sucht in einer Abtei nach Inspiration, um ein „Miserere“ zu vollenden. Er erfährt von einer Legende über tote Mönche, die nachts in den Bergen singen. Er schleicht sich dorthin, wird jedoch beim Anblick der singenden Skelette ohnmächtig. Er versucht, das Gehörte zu notieren, scheitert jedoch und stirbt im Wahnsinn.

Der Kuss

Zusammenfassung: Französische Soldaten besetzen eine Kirche in Toledo. Ein Kapitän bemerkt nachts eine wunderschöne Marmorstatue einer Frau neben ihrem Ehemann. Betrunken versucht er, die Statue zu küssen. Die Statue des Ehemanns schlägt ihm ins Gesicht, woraufhin der Kapitän blutend zusammenbricht.

Der Christus auf Golgatha

Zusammenfassung: Zwei Ritter, Alonso und Lope, kämpfen um die Liebe der schönen Doña Inés. Als sie sich duellieren wollen, erlischt ihr Licht immer wieder durch eine geheimnisvolle Macht. Schließlich erkennen sie, dass Inés einen anderen liebt. Die Ritter ziehen in den Krieg, und Inés bleibt zurück.

Drei Termine

Zusammenfassung: Der Autor erzählt von drei Begegnungen in Toledo. Erst sieht er eine Frau hinter einem Vorhang, dann winkt ihm eine Hand aus einem Fenster, und schließlich erlebt er, wie dieselbe Frau als Nonne in ein Kloster eintritt. Es ist die Tochter eines Grafen, die durch den Tod ihrer Eltern verwaist ist.

Die weiße Hirschkuh

Zusammenfassung: Garcés, ein Diener, glaubt an die Legende einer weißen Hirschkuh. Eines Nachts sieht er eine Gruppe von Hirschen, die sich in Frauen verwandeln. Er glaubt, seine Angebetete Constanza unter ihnen zu sehen, und schießt auf die weiße Hirschkuh. Als er den Ort erreicht, findet er die tote Constanza.

Der Gnom

Zusammenfassung: Zwei verwaiste Schwestern, Marta und Magdalena, ignorieren die Warnungen vor den Gnomen an der Quelle. Sie gehen nachts dorthin, angelockt von den Stimmen des Windes und des Wassers. Magdalena stirbt vor Angst, und man sagt, dass man Marta noch heute am Boden der Quelle weinen hört.

La Cueva de La Mora

Zusammenfassung: Ein christlicher Gefangener verliebt sich in die Tochter eines maurischen Gouverneurs. Nach seiner Freilassung kehrt er zurück, um sie zu entführen. Bei der Flucht werden beide verwundet. Er bringt sie zu einem geheimen Tunnel, wo er sie taufen lässt, bevor sie sterben. Ihr Geist soll noch heute Wasser für ihren Geliebten holen.

Glauben an Gott

Zusammenfassung: Der böse Graf Theobald verspottet Gott. Nach einer wilden Jagd wird er durch ein übernatürliches Pferd in den Himmel geführt, wo er vor Gott steht und geblendet wird. Er erwacht in den Wäldern und kehrt Jahre später als reuiger, armer Mann in seine Heimat zurück, wo er schließlich den Glauben findet.

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