Die Lehre Jesu: Liebe, Dienst und Verantwortung

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Das Leben Jesu als Ausdruck der Liebe

Das Leben Jesu ist der vollkommenste Ausdruck der Liebe zu Gott. Die Schüler sollten demnach sagen: „Liebt einander, wie ich euch geliebt habe.“ Diese Worte Jesu sind eindeutig: Sie sprechen von einer totalen, echten und realen Liebe. Sie ist das Merkmal des Lebens als Kinder Gottes und als Brüder. Die Liebe zu anderen ist das Zeichen der Liebe Gottes; man kann Gott nicht lieben, ohne andere zu lieben – und umgekehrt.

Das Erkennungsmerkmal der Jünger

Es ist charakteristisch für die Jünger Jesu: „An der Liebe, die ihr füreinander habt, werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid.“

Das Reich Gottes

Jesus hat der Welt das Reich Gottes verkündet – ein Reich des Friedens, der Gerechtigkeit und der Brüderlichkeit. Dieses Reich ist bereits in der Welt, wie ein Samen, der wächst. Wir bauen es auf, und seine Entwicklung hängt davon ab, wie wir das Reich Gottes leben:

  • Anderen dienen
  • Die Würde aller Menschen achten
  • Für Gerechtigkeit für die Bedürftigen arbeiten
  • Teilen, was wir haben und sind
  • Frieden suchen
  • Tolerant gegenüber unterschiedlichen Ideen und Menschen sein
  • Die Schöpfung Gottes achten

Gott hat uns zuerst geliebt

Die Initiative der Liebe geht von Gott aus und nicht von uns. Gott liebt uns nicht wegen unserer Verdienste; seine Liebe ist kostenlos. Gott liebt, weil er gut ist. Wir sind nach seinem Bild und Gleichnis geschaffen, fähig zu lieben und in Freundschaft mit ihm zu leben. Das ist es, was uns als Menschen definiert.

Gott hat uns die Welt anvertraut

Oft geben wir Gott die Schuld für alles, was in der Welt schiefläuft, und glauben nicht, dass Gott uns zutraut, diese Welt zu verbessern. Gott hat die Welt gut gewollt. Die Menschen haben den Auftrag erhalten, eine brüderliche Welt aufzubauen, in der Gerechtigkeit und Frieden herrschen und Gewalt sowie Elend verschwinden. Gott macht uns zu Mitschöpfern, um die Schöpfung fortzusetzen.

Die Liebe Jesu

Das Wichtigste ist die Liebe, die Jesus selbst seinen Jüngern gab: „Wie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt.“ Jesus war tief beeindruckt von der Liebe des Vaters, und diese Liebe kommt in seinem Verhältnis zu anderen zum Ausdruck. Jesus gibt immer das letzte Wort, denn die Liebe steht über dem Gesetz.

Wir müssen in jeder Situation entscheiden, wie wir uns verhalten. Frauen und Männer müssen das wirkliche Leben als Kriterium für ihr Handeln nehmen und den Bedürftigen dienen. Jesus lebte so: „Nicht um bedient zu werden, sondern um zu dienen.“ Er handelte nicht aus Egoismus oder Eigennutz; er wollte weder Ruhm noch Geld, weder Macht noch Prestige. Sein ganzes Leben war ein „Sich-Aufopfern“ für andere. Und das ist es, was er von seinen Jüngern verlangt.

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