Leitfaden zur Analyse von Sachtexten und Lyrik

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Sachtextanalyse

  • 1. Einleitung
  • 2. Hauptteil
    • 2.1 Stellungnahme
      • 2.1.1 Pro-Argumente
      • 2.1.2 Contra-Argumente
  • 3. Schluss

Lyrikanalyse

  • 1. Einleitung
  • 2. Titel des Gedichts
  • 2.1 Formale Analyse
  • 2.2 Inhaltsangabe
  • 2.3 Interpretation
  • 3. Zusatzaufgabe
  • 4. Schluss

2.1 Formale Analyse

Vers & Strophe:

  • Zeilenstil: Satz- und Versende stimmen überein oder Enjambements (ein Satz über mehrere Zeilen).
  • Strophe: Bündelung von Versen. Quartett (4-zeilig), Terzett (3-zeilig), Sonett (2 Quartette und 2 Terzette).

Rhythmus und Metrum:

  • Jambus: unbetont/betont
  • Trochäus: betont/unbetont
  • Daktylus: betont/unbetont/unbetont

Reimformen:

  • Anfangsreim, Binnenreim, Endreim.
  • Paarreim (aa/bb), Kreuzreim (ab/ab), Schweifreim (aab/ccb), umarmender Reim (abba), Haufenreim (aaa).

Sprechsituation:

  • Wer spricht zu wem an welchem Ort?
  • Lyrisches Ich: Verse an ein Gegenüber gewendet.
  • Sprecher: Fehlendes lyrisches Ich.
  • Angaben zu Sprechzeitpunkt, Tempus, Standort und Perspektive.

Bildlichkeit & Motive: Analyse der Stilmittel mit ihrer Funktion sowie Identifikation zentraler Motive.

2.2 Inhaltsangabe

Wer? Was? Wann? Wo? Warum? Einleitungssatz, ausführliche Wiedergabe der Handlung (innere & äußere). Präsens verwenden! Keine direkte Rede, Darstellung Strophe für Strophe.

3. Interpretation

Erklärung und Analyse der zentralen Motive.

Literarische Epochen

  • Aufklärung (1720–1800): Vernunft, Emanzipation des Denkens, Kritik an der Kirche, Toleranz, Fortschrittsglaube (Kant, Goethe, Herder).
  • Sturm und Drang (1769–1785): Emotionen im Mittelpunkt, Ablehnung von Regeln, Drama als Hauptform (Herder, Goethe, Schiller).
  • Klassik (1786–1832): Harmonie, Kunst als Erziehungsmittel, langsame Entwicklung statt Revolution (Goethe, Schiller, Herder).
  • Romantik (1800–1850): Sehnsucht, Traum, Ablehnung der Industrialisierung, Natur, Psyche, Fabelwesen (Eichendorff, E.T.A. Hoffmann).
  • Expressionismus (1905–1925): Urbanisierung, Anonymität, Todessehnsucht, Chaos, Katastrophenstimmung (Heym, Kafka).
  • Junges Deutschland/Vormärz (1815–1848): Politische Literatur, Abkehr vom Biedermeier-Rückzug.

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