Leitfaden zur Erstellung eines theoretischen Rahmens
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Wiersma: Ein Modell zur Zusammenfassung
Wiersma bietet eine hervorragende Möglichkeit, ein Modell zusammenzufassen:
- 1. Zitate oder bibliografische Daten
- 2. Forschungsproblem
- 3. Thema
- 4. Forschungsverfahren
- 5. Ergebnisse und Schlussfolgerungen
Aufbau eines theoretischen Rahmens
Der theoretische Rahmen hängt vor allem von zwei Faktoren ab: dem, was wir in der Literatur überprüfen, und dem gewählten Ansatz.
Die Literaturüberprüfung
Bei der Literaturrecherche ergeben sich folgende Szenarien:
- Es gibt eine voll entwickelte Theorie mit reichlich empirischer Evidenz.
- Es gibt mehrere Theorien, die auf unser Forschungsproblem zutreffen.
- Es gibt Theoriefragmente, die unser Forschungsproblem stützen.
- Es gibt interessante, aber nur teilweise Ergebnisse, die noch keine geschlossene Theorie bilden.
- Es gibt noch nicht untersuchte Bereiche und vage Ideen.
Definition von Theorie nach Kerlinger
Eine Theorie ist eine Reihe von Konzepten, Definitionen und miteinander verknüpften Sätzen, die einen systematischen Blick auf Phänomene bieten, indem sie Variablen in Beziehung setzen, um Phänomene zu erklären und vorherzusagen. Diese können durch Skizzen, Diagramme oder grafische Modelle ergänzt werden.
Theoretische Ansätze: Qualitativ vs. Quantitativ
Qualitative Forschung: Hier wird die Literatur genutzt, um eine induktive Theorie zu entwickeln. Diese Annahmen sind zu Beginn der Arbeit nicht zwingend definiert. Wichtige Begriffe ergeben sich aus der Datenerhebung im Feld.
Quantitative Forschung: Forscher nutzen verfügbare Theorien als Grundlage, um Hypothesen zu generieren. Diese enthalten messbare Variablen, die durch den Ansatz getestet werden. Die Hypothesen werden aus vorhandenem Wissen und Theorien abgeleitet.
Aufgaben der Theorie
- Erklärung: Die wichtigste Aufgabe ist zu erklären, warum, wie und wann ein Phänomen auftritt.
- Systematisierung: Wissen über ein Phänomen ordnen und strukturieren.
- Vorhersage: Rückschlüsse darüber ziehen, wie ein Phänomen in Zukunft oder unter bestimmten Bedingungen auftreten wird.
Nutzen und Bewertung einer Theorie
Eine Theorie ist nützlich, da sie Phänomene beschreibt, erklärt und prognostiziert sowie Wissen organisiert und die Forschung leitet.
Kriterien zur Bewertung einer Theorie (quantitativ)
- 1. Beschreibung, Erklärung und Vorhersage: Je besser die empirische Evidenz, desto präziser die Theorie.
- 2. Logische Konsistenz: Die Theorie muss widerspruchsfrei sein.
- 3. Perspektive: Bezieht sich auf den Grad der Allgemeingültigkeit.
- 4. Fruchtbarkeit (Heuristik): Die Fähigkeit einer Theorie, neue Fragen und Erkenntnisse zu generieren.
- 5. Parsimonie: Einfachheit und Sparsamkeit der Theorie (wünschenswert, aber nicht zwingend).