Leitfaden zur Erstellung eines wissenschaftlichen Projekts
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Der Projekttitel: Präzision und Identität
Der Titel eines Projekts ist die minimale Kondensation des Inhalts. Er muss die wesentlichen Schwerpunkte setzen und folgende Kriterien erfüllen:
- Deskriptive Erfassung: Das Forschungsobjekt muss präzise benannt werden.
- Einordnung: Identifizierung der Einbettung in ein größeres Forschungsvorhaben.
- Methodik: Ein Verweis auf die methodische Perspektive.
Der Titel sollte den Gegenstand der Untersuchung klar beschreiben. Vermeiden Sie zu allgemeine oder irreführende Formulierungen. Nutzen Sie bei Bedarf einen Doppelpunkt, um den Titel zu strukturieren, ohne die Prägnanz zu verlieren. Ein guter Titel unterscheidet das Projekt von anderen und unterstreicht dessen Originalität, ohne ideologisch aufgeladene Begriffe zu verwenden, die die Objektivität infrage stellen könnten.
Die Projektpräsentation
Die Präsentation umfasst wenige Zeilen, die den Leser in den situativen und institutionellen Kontext einführen. Sie beantwortet zentrale Fragen:
- Was ist die institutionelle Motivation des Projekts?
- In welchem Rahmen (z. B. Ausschreibung) findet die Forschung statt?
- Welche Anforderungen der Institution werden erfüllt?
Diese Darstellung wird meist durch eine kurze Beschreibung der Projektstruktur ergänzt.
Anforderungen und Kontext
Das Projekt sollte nicht nur IT-Anforderungen erfüllen, sondern vor allem den Zweck und den Kontext der Forschung widerspiegeln.
Anhang des Projekts
Der Anhang enthält notwendige Informationen, die im Hauptteil keinen Platz finden, wie zum Beispiel:
- Referenzmaterial: Bibliografien, Datentabellen und Belege zur Argumentationsstützung.
- Administrative Dokumente: Unterlagen für vertragliche Beziehungen oder bürokratische Anforderungen.
- Qualifikationsnachweise: Detaillierte Darstellung der Karriere und Expertise der Teammitglieder sowie der beteiligten Institutionen.
Begründung der Untersuchung
Die Begründung definiert den Gegenstand der Untersuchung anhand von vier Eckpunkten: die Verortung in der Welt, die Relevanz, den aktuellen Forschungsstand und bisherige empirische Studien.
Pragmatische Funktionen der Begründung
- Konsensfunktion: Schaffung einer gemeinsamen Basis für Ziele, Daten und Ergebnisse zwischen den Parteien.
- Evaluative Funktion: Einordnung in einen theoretischen Rahmen. Hierbei muss begründet werden, warum eine soziale Realität als Forschungsproblem wahrgenommen wird, um einen fruchtbaren Dialog mit dem Geldgeber oder der Institution zu ermöglichen.