Leitfaden für die geburtshilfliche Pflege und Neugeborenenversorgung

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Serviert von Soforthilfe KRANKENPFLEGE

Grundprinzipien der Geburtshilfe

  • Serenity: Besonnenes Denken und schnelles Handeln. Ruhe bewahren, um der Mutter Vertrauen zu vermitteln.
  • Hygiene: Tragen Sie sterile Handschuhe. Jede Maßnahme zur maximalen Sauberkeit hilft, Infektionen bei Mutter und Kind zu verhindern.
  • Kontrolle: Bei der Geburt des Kopfes ist es wichtig, einen zu plötzlichen Austritt zu verhindern. Dies dient dazu, Hirnschäden beim Kind und Risswunden bei der Mutter zu vermeiden. Stoppen Sie niemals die Geburt des Kopfes, sondern leiten Sie den Austritt langsam.

Pflege im Aufwachraum (Postpartum)

Jede Viertelstunde werden Übelkeit, Anästhesie, Blutdruck (BP), Pulsfrequenz, Fundus, Lochien und Perineum überprüft, um Anzeichen einer Erholung bei Patienten mit Allgemeinanästhesie zu beurteilen.

  • Vitalzeichen: Blutdruck und Puls sollten innerhalb der normalen Grenzen liegen. Ein abfallender Blutdruck sowie ein fadenförmiger, schneller Puls sind Anzeichen für Blutungen. Ein erhöhter Blutdruck kann ein Symptom für Präeklampsie sein. Die Temperatur sollte ebenfalls im Normbereich liegen.
  • Uterus: Der Fundus wird auf Höhe und Festigkeit geprüft. Ein guter Muskeltonus und eine starke Kontraktion sind essenziell, um Blutungen zu vermeiden.
  • Lochien: Die Menge sollte moderat sein. Starke Blutungen, die von dicken Blutgerinnseln begleitet werden, sind kritisch. Bei sehr geringem Ausfluss ist sicherzustellen, dass sich kein Blut im Inneren ansammelt.

Soforthilfe für das Neugeborene (RN)

Die Pflegekraft ist für die körperliche Sicherheit, den Komfort und das emotionale Wohlbefinden des Kindes verantwortlich.

  • Reinigung der Atemwege: Für die physische Sicherheit muss der Atemweg komplett frei sein. Sobald der Kopf geboren ist, werden Flüssigkeit und Schleim aus Nase, Mund und Rachenraum abgesaugt, um ein Einatmen beim ersten Atemzug zu verhindern.
  • Nabelversorgung: Das Abklemmen der Nabelschnur ist notwendig, um Blutungen zu vermeiden.
  • Apgar-Score: Eine Methode zur Beurteilung der körperlichen Verfassung des Kindes, durchgeführt eine und fünf Minuten nach der Geburt. Bewertet werden Herzfrequenz (HF), Atmung, Muskeltonus, Reflexerregbarkeit und Hautfarbe (Skala 0–10).
  • Vermeidung von Kältestress: Eine der wichtigsten Aufgaben im Kreißsaal. Kältestress kann zu Apnoe, Hypoglykämie, Azidose und Atemnotsyndrom führen.
  • Medikation im Kreißsaal: Gabe von ophthalmischen Antibiotika zur Infektionsprophylaxe der Augen sowie 0,1 ml Vitamin K zur Blutungsprävention.
  • Beurteilung des Neugeborenen: Nach erfolgreicher Etablierung der Atmung schreit das Kind kräftig, zeigt eine gute Muskelspannung in Armen und Beinen und weist eine rosige Hautfarbe auf (außer an Händen und Füßen).

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