Leitfaden zu Gelenk- und Knochenverletzungen

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Verstauchung

Es handelt sich um eine vollständige oder unvollständige Ruptur eines Bandes, das für die Stabilität des Gelenks verantwortlich ist. Dies führt zu einer kurzzeitigen Verschiebung der knöchernen Gelenkflächen. Die häufigste Form betrifft das Sprunggelenk.

Die Symptome sind meist Schmerzen und Schwellungen, die oft von einem Erguss (Ekchymosen und Hämatome) begleitet werden. Die Ausprägung variiert je nach Grad der Verstauchung:

  • Grad I: Zerrung des Bandes ohne Riss.
  • Grad II: Einriss des Bandes.
  • Grad III: Kompletter Riss.

Die Behandlung basiert auf der Immobilisierung des Gelenks mittels elastischer Binden oder Verbänden.

Luxation

Eine Gelenkverletzung, bei der ein dauerhafter Verlust des Kontakts zwischen den Gelenkflächen vorliegt, was oft von einer Bänderverletzung begleitet wird. Die häufigsten Luxationen betreffen Schulter, Ellenbogen, Kiefer, Daumen und Hüfte.

Subluxation

Ein teilweiser Verlust der Kontinuität zwischen den Gelenkflächen.

Diastase

Trennung bei Synarthrosen und Amphiarthrosen.

Fraktur

Ein Bruch in der Kontinuität von Knochen oder Knorpel. Als Frakturverletzungen werden auch die Schädigungen der umliegenden Weichteile bezeichnet.

Klassifikation der Frakturen

Nach ihrer Genese

  • Gewöhnliche Fraktur: Tritt bei gesundem Knochen auf. Der grundlegende Faktor ist ein Trauma. Dies ist die häufigste Form.
  • Pathologische Fraktur: Der Schlüsselfaktor ist ein geschwächter Knochen. Sie entstehen bereits bei minimalem Trauma.
  • Ermüdungs- oder Stressfraktur: Entstehen ohne vorherige Symptome durch wiederholte und anhaltende Belastung.

Nach dem Entstehungsmechanismus

  • Direkter Mechanismus: Der Bruch entsteht direkt am Ort der Krafteinwirkung.
  • Indirekter Mechanismus: Das Trauma entsteht in einiger Entfernung vom Ort des Bruchs durch Druck, Biegung, Scherung, Torsion oder Zug.
  • Plötzliche Muskelkontraktion: Kann bei starker Anspannung einer Muskelgruppe zu Abrissfrakturen an Knochen- oder Bandansatzstellen führen.

Nach der Weichgewebebeteiligung

  • Offene Fraktur: Es besteht eine Wunde, die eine direkte Verbindung zum Bruch aufweist. Dies birgt ein Risiko für Infektionen und Blutungen.
  • Geschlossene Fraktur: Es besteht keine Kommunikation mit der Außenwelt; die darüberliegende Haut ist intakt.

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