Leitfaden zu Nebensätzen: Substantivisch, Adjektivisch & Adverbial
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Substantivische Nebensätze
Substantivische Nebensätze übernehmen die Funktion eines Substantivs (Subjekt, direktes Objekt usw.).
Beispiel: „Ich weiß nicht, wie man Fußball spielt.“
- Hier ist „Fußball spielen“ das direkte Objekt.
- Es handelt sich um ein Satzgefüge, da das Verb „spielen“ vom Verb des Hauptsatzes („weiß“) abweicht.
- Der Nebensatz fungiert als Substantiv und bildet das Objekt.
Adjektivische oder Relativsätze
Diese Sätze ersetzen ein Adjektiv und übernehmen dessen Funktionen.
Beispiel: „Der hübsche Junge heißt Michael.“ (Einfacher Satz)
Erweiterung: „Der Junge, der eingetreten ist, heißt Michael.“
- Hier fungiert der Nebensatz als Attribut.
- Handelt es sich um eine erläuternde Funktion (durch Kommas abgetrennt), spricht man von einem erläuternden Adjektiv-Nebensatz.
Substantivierte Adjektivsätze
Diese Sätze funktionieren wie oben beschrieben, lassen jedoch das Bezugswort (das Substantiv) weg.
Beispiel: „Wer eingetreten ist, heißt Michael.“
Adverbiale Nebensätze
Adverbiale Nebensätze können Ort, Zeit, Art und Weise sowie weitere logische Zusammenhänge ausdrücken.
Beispiel: „Wir blieben dort, wo wir letztes Mal gegessen haben.“ (Funktion als Lokaladverbial)
Kategorien der adverbialen Nebensätze
- Lokal: Geben einen Ort an. (Nexus: wo, wohin, woher)
- Modal: Geben die Art und Weise an. (Nexus: wie, als ob)
- Temporal: Geben einen Zeitpunkt an (vorher, nachher, gleichzeitig). (Nexus: wenn, als, sobald, während)
- Komparativ: Dienen dem Vergleich (Gleichheit, Überlegenheit, Minderwertigkeit).
- Kausal: Geben einen Grund an. (Nexus: weil, da)
- Konsekutiv: Drücken eine Folge aus. (Nexus: sodass, daher)
- Konditional: Nennen eine Bedingung. (Nexus: wenn, falls, sofern)
- Konzessiv: Drücken einen Gegengrund aus. (Nexus: obwohl, obgleich)
- Final: Geben eine Absicht oder einen Zweck an. (Nexus: damit, dazu)