Leitfaden zu Textbeschreibungen und Sachtexten

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Grundlagen der Textbeschreibung

Die Textbeschreibung dient dazu, die Realität in Worte zu fassen. Jede Beschreibung umfasst drei grundlegende Tätigkeiten:

  • Benennen: Definition der Elemente der Wirklichkeit durch Ähnlichkeiten und Unterschiede.
  • Lokalisieren: Bestimmung von Ort oder Zeit eines Objekts oder einer Person.
  • Bewerten: Zuweisung spezifischer Merkmale.

1. Technische Beschreibungen

Diese sind objektiv und bieten ein umfassendes Verständnis. Sie dominieren in expositorischen Texten.

Sprachliche Merkmale technischer Beschreibungen:

  • Verwendung eines monosemischen Lexikons.
  • Nutzung von Konkreta.
  • Verwendung spezifizierender Adjektive.
  • Einsatz einfacher Sätze.
  • Verwendung räumlicher Anschlüsse.
  • Hohe Informationspräzision.
  • Geringe Subjektivität (wenig direkte Empfängeransprache).
  • Formale Gestaltung durch Skripte und grafische Symbole.

2. Literarische Beschreibungen

Hier drückt der Autor Gefühle aus und versucht, beim Empfänger Eindrücke zu wecken. Die Subjektivität überwiegt gegenüber der wissenschaftlichen Genauigkeit.

Funktionen der literarischen Beschreibung:

  • Unterstützung der Narration.
  • Dekoration der Rede.
  • Psychologische Charakterisierung von Figuren.

Typen der Beschreibung:

  • Prosopographie: Beschreibung physischer Merkmale.
  • Etopeya: Beschreibung des Charakters.
  • Porträt: Kombination aus physischen Eigenschaften und Charakter.
  • Karikatur: Übersteigerung von Merkmalen mit humorvollem oder kritischem Zweck.

Expositorische oder erläuternde Texte

Ziel ist es, Konzepte für den Empfänger verständlich zu präsentieren. Man unterscheidet zwischen Outreach-Texten (allgemein verständlich) und spezialisierten Texten (erfordern Fachwissen).

Organisatorische Strukturen

  1. Problem-Lösung: Analyse eines Problems und Aufzeigen von Lösungen.
  2. Ursache-Wirkung: Erläuterung der Gründe für ein Ereignis.
  3. Vergleich/Kontrast: Gegenüberstellung von Gemeinsamkeiten und Unterschieden.
  4. Prozess/Sequenz: Chronologische Abfolge von Ereignissen.
  5. Auflistung: Aufzählung von Eigenschaften eines Subjekts oder Objekts.

Sprachliche Merkmale expositorischer Texte

  • Präziser Wortschatz: Fachbegriffe sind eindeutig; literarische Figuren werden vermieden.
  • Verbgebrauch: Überwiegen von Präsens und Vergangenheit; meist in der 3. Person für mehr Objektivität.
  • Syntax: Klare Satzstruktur (Subjekt-Prädikat-Objekt), vorwiegend Aussagesätze.
  • Formale Gestaltung: Nummerierte Absätze, Titel, Untertitel sowie der Einsatz von Fett- oder Kursivschrift zur Strukturierung.

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