Leitfaden zur Überwachung und Bekämpfung von Erdnuss-Pocken
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Zehn Punkte zur Überwachung von Chemikalien bei Erdnuss-Pocken
- Unkrautbekämpfung: Unkraut verhindert die Benetzung der Erdnussblätter mit dem Fungizid. Eine gute Kontrolle der Pocken erfordert daher eine effektive Unkrautbekämpfung.
- Umgebungsbedingungen: Die Virulenz der Pocken korreliert mit günstigen Umweltbedingungen, insbesondere hoher relativer Luftfeuchtigkeit und Temperaturen über 16 °C.
- Fungizidwahl: Verwenden Sie nur Fungizide, die sich bewährt haben und für den Einsatz in Erdnüssen zugelassen sind.
- Formulierung: Flüssige Formulierungen bieten mehr Bedienkomfort und sind bei gleichem Preis und gleicher Wirksamkeit zu bevorzugen.
- Fungiziddosis: Verwenden Sie stets die empfohlene Dosis. Niedrigere Dosen sind während der gesamten Vegetationsperiode nicht ratsam.
- Sprühbeginn: Fungizide wirken präventiv. Das Monitoring-Programm sollte beginnen, sobald die ersten Flecken nachgewiesen werden. Die Bestände müssen kontinuierlich inspiziert werden.
- Intervall zwischen den Anwendungen: Dies hängt vom verwendeten Fungizid und den vorherrschenden Wetterbedingungen ab.
- Wirkstoffwechsel: Um Resistenzen gegen Fungizide der Triazol-Gruppe zu vermeiden, sollten diese mit anderen Wirkungsweisen abgewechselt werden.
- Anwendungstechnik: Eine gute Abdeckung des Laubes ist essenziell. Passen Sie Geschwindigkeit, Betriebsdruck, Düsenwahl und Wassermenge entsprechend an.
- Sprühende: Die Spritzungen sollten etwa einen Monat vor dem voraussichtlichen Erntezeitpunkt abgeschlossen sein.
Biologie und Symptomatik der Erdnuss-Pocken
Die Erreger der Pocken (frühe und späte Pocken) verursachen kleine, hellbraune bis dunkelbraune Flecken (1 bis 10 mm Durchmesser). Die Symptome variieren je nach Interaktion zwischen Erreger und Sorte. Oft zeigt sich ein gelblicher Hof um den Fleck, der durch ein Toxin des Pilzes entsteht. Da dieser Hof kein verlässliches Unterscheidungsmerkmal ist, kann eine mikroskopische Untersuchung zur präzisen Diagnose notwendig sein.
Epidemiologie und Infektionsquellen
Die Hauptquelle für Primärinfektionen sind Ernterückstände (Stoppeln) des Vorjahres. Sporen werden bei Nässe freigesetzt und durch Wind und Insekten verbreitet. Ideale Bedingungen für Angriffe sind Temperaturen zwischen 16 und 20 °C sowie eine relative Luftfeuchtigkeit von mindestens 95 %.
Wirtschaftliche Bedeutung und Kontrolle
Die Krankheit reduziert die Photosyntheseleistung durch Blattverlust (Defoliation). Eine rechtzeitige chemische Kontrolle ist entscheidend. Man unterscheidet zwei Arten von Fungiziden:
- Kontaktfungizide: Wirken als chemische Barriere gegen Infektionen.
- Systemische Fungizide: Werden von der Pflanze aufgenommen und bieten Schutz über den Anwendungsort hinaus.
Weitere Erdnusserkrankungen
- Scharf (Sarna): Kleine braune Flecken mit vertieftem Zentrum; an Blattstielen und Stängeln treten korkartige Wucherungen auf.
- Raya: Pusteln auf der Blattunterseite, die von orange zu braun wechseln.
- Mancha in Rot: Braune Flecken mit diffusem, grauem Rand.
- Blattverbrennungen: Braune Verfärbungen an Blattspitzen und -rändern.
- Phyllosticta: Runde Flecken, hellbraun in der Mitte, dunkler am Rand.
- Anthraknose: Flecken unterschiedlicher Größe und Form, die zu Blattverlust führen können.
- Wurzel- und Halsfäule: Verursacht durch Pilze wie Sclerotium rolfsii oder Rhizoctonia solani, führt zu schnellem Welken und Absterben der Pflanze.