Lernfaktoren und Strategien für motorisches Lernen

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Lernfaktoren für Lehrer

A) Übungsstrategien

Manchmal sind die zu lernenden motorischen Fähigkeiten so komplex, dass man sie nicht alle auf einmal lernen kann. Sie müssen in Teilen gelernt werden, um dem Lerntempo der Schüler gerecht zu werden. Die Art und Weise, wie man eine Fertigkeit zum Lernen aufteilt, nennen wir Lernstrategien. Zur Bestimmung der anzuwendenden Strategien sollte man Folgendes in Betracht ziehen:

  1. Die Eigenschaften der zu lehrenden Fertigkeit: Eine einfache Fertigkeit im Gegensatz zu einer umfassenden und komplizierten Fertigkeit (analytische Strategie).
  2. Die Möglichkeiten der Schüler: Entsprechend ihrem Entwicklungsstand ist es bei jüngeren Kindern ratsam, globale Strategien zur Verringerung der Schwierigkeiten zu nutzen. Für ältere Kinder können analytische Strategien für komplexe Bewegungsabläufe verwendet werden.
  3. Die Lernziele: Eine Fertigkeit tritt später nicht isoliert auf, sondern in Bezug auf andere Fähigkeiten, die bereits gelernt wurden oder noch gelernt werden.

Globale und analytische Strategien

Die Einteilung in globale und analytische Strategien erfolgt wie folgt: Strategien sind global, wenn die Fertigkeit als Einheit ausgeführt werden kann. Sie haben den Vorteil der Zeitersparnis und bewahren die Bedeutung der Tätigkeit. Sie werden unterteilt in:

  • 1. Global: Wenn die Fertigkeit so geübt wird, wie sie ist.
  • 2. Globale Polarisierung der Aufmerksamkeit: Wenn die Aufmerksamkeit des Schülers während der Ausführung der Fertigkeit auf einen besonderen Teil konzentriert ist.
  • 3. Global mit Änderung der realen Situation: Die Fertigkeit wird ausgeführt, jedoch mit reduzierter Gesamtanforderung.

Strategien sind analytisch, wenn das Lernobjekt in Teilen gelernt und dann in die Ausführung der Fertigkeit integriert wird. Sie bieten den Vorteil eines schnelleren Erfolgs und ermöglichen das Erlernen komplexer motorischer Fertigkeiten. Analytische Strategien werden wie folgt eingeteilt:

  • 1. Analytische Hierarchie: Die Reihenfolge wird durch den Lehrer festgelegt.
  • 2. Analytische Sequenz: Die Teile werden in der Reihenfolge geübt, in der sie in der vollständigen Umsetzung vorkommen.
  • 3. Analytisch-progressive Übungen: Die Teile werden nacheinander hinzugefügt, sobald der vorherige Teil beherrscht wird.

B) Verteilung der Praxis

Lernen basiert notwendigerweise auf Wiederholung. Es ist jedoch wichtig, dass die Anzahl der Wiederholungen zeitlich verteilt wird, um körperliche und geistige Übermüdung zu vermeiden. Es werden zwei Arten der Verteilung empfohlen:

  1. 1. Intensive Praxis: Die Lernenden verfügen bereits über ein hohes Maß an Geschicklichkeit bei der Aufgabe.
  2. 2. Fraktionierte Praxis: Wenn es sich um Kinder handelt oder ein geringes Maß an Geschicklichkeit bei der Aufgabe vorliegt.

C) Kenntnis der Ergebnisse

Das Lernen wird verstärkt, wenn der Lehrer rückmeldet, ob die Übung erfolgreich war oder nicht. Dies wird als Kenntnis der ergänzenden Ergebnisse bezeichnet. Dieses Wissen über die Ergebnisse liefert unmittelbar nach der Ausführung neue Informationen und informiert über das Erreichen des Ziels. Das Wissen über das Ergebnis wirkt sich unmittelbar auf das Lernen aus, da das Üben ohne Kenntnis des Ergebnisses kein Lernen ermöglicht.

D) Bedingungen der Übungsumgebung

Eine der wichtigsten Aufgaben des Lehrers ist es, die Umgebung vorzubereiten, in der die Lernziele erreicht werden sollen. Um dies zu tun:

  • Vermeiden Sie Ablenkungen: Ein Raum ohne unnötige Dekorationen; das Material sollte ordentlich gesammelt und verstaut werden.
  • Vereinfachen: Dies bedeutet die Verringerung der Schwierigkeiten aus Sicht der Wahrnehmung, ohne sich jedoch zu weit vom eigentlichen Ziel zu entfernen.
  • Erleichterung (z. B. Kletterwand): Quantitative Anforderungen der Ausführung abstufen, solange dies dazu beiträgt, die Nutzung zu erleichtern.

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