Liberalismus und Nationalismus im 19. Jahrhundert
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Entwicklung und Ausbreitung des Liberalismus
Die Revolutionen von 1820: Liberalismus und Untergrund
Nach der Restauration und der damit einhergehenden Repression entwickelte sich der Liberalismus zu einer Ideologie, die sich im Untergrund bewegte. Es kam zu verschiedenen anti-absolutistischen, jedoch gescheiterten Aufständen.
Die Revolutionen von 1830: Liberalismus an der Macht
Diese Revolutionen brachten die Liberalen in vielen Staaten an die Macht. Frankreich führte eine konstitutionelle Monarchie ein, Belgien wurde von den Niederlanden unabhängig, und in Spanien sowie Portugal etablierten sich liberale Regierungen. Basisgruppen blieben jedoch weiterhin von der Regierung ausgeschlossen.
Die Revolutionen von 1848: Demokratiebestrebungen
Die Bewegung begann in Frankreich, wo die Zweite Republik ausgerufen wurde. Auch andere Staaten erlebten revolutionäre Wellen. In diesen Revolutionen nahmen die arbeitenden Klassen einen größeren Anteil ein und forderten mehr Demokratie sowie soziale Gleichheit.
Die Folgen der Revolutionen
In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden liberale Ideen in Westeuropa gefestigt, während in Mittel- und Osteuropa die Leibeigenschaft abgeschafft wurde.
Nationalismus: Einigung Italiens und Deutschlands
Der Nationalismus ist eine politische Ideologie, welche die Nation als Grundeinheit des menschlichen Lebens ansieht. Das Ziel ist es, dass jede Nation ihren eigenen Staat besitzt.
Entwicklung und Ausbreitung des Nationalismus
- Nationalistische Unabhängigkeitsbewegungen: Diese kämpften dafür, die Nation von einer Fremdherrschaft zu trennen. Griechenland gelang die Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich, und Belgien trennte sich von den Niederlanden.
- Unionistische Nationalbewegungen: Diese kämpften für das Ziel, eine Nation in einem gemeinsamen Staat zu vereinen.
Die Einigung Italiens
Italien war ursprünglich in sieben Staaten aufgeteilt. Die Einigung wurde vom Königreich Piemont-Sardinien unter König Viktor Emanuel II. angeführt. Der Prozess verlief in mehreren Stadien: Die zentralen Gebiete schlossen sich Piemont an, während Garibaldi die südlichen Gebiete eroberte. Schließlich wurde das Königreich Italien ausgerufen.
Die Einigung Deutschlands
Der Deutsche Bund bestand aus 39 Staaten. Die Einigung wurde in zwei Stufen erreicht: Zunächst durch Preußen im Konflikt mit Österreich, dessen Niederlage die Einigung der norddeutschen Staaten ermöglichte. Danach folgte der Krieg gegen Frankreich, der nach der Schlacht von Sedan die Einigung mit den süddeutschen Staaten herbeiführte.