Linux Paketmanagement: Binaries, RPM und YUM Konfiguration

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Grundlagen der Binärpakete

Fundamentale Faktoren rechtfertigen die Existenz von Paketen:

  • Operative Einheiten: Programme müssen nicht manuell installiert werden, wenn alle notwendigen Abhängigkeiten bereits vorhanden sind.
  • Automatisierung der Installation/Deinstallation: Programme lassen sich sauber installieren und wieder entfernen, ohne das System mit Datenmüll zu belasten.
  • Triviales Update-Utility: Die Installation einer neueren Version erfolgt automatisch.
  • Steuerung der Konfigurationsdateien: Beim Aktualisieren eines Pakets bleiben bestehende Konfigurationsdateien erhalten.

Alle Pakete, sowohl .deb als auch .rpm, verfügen über ein Minimum an Funktionen:

  • Liste der Abhängigkeiten mit zusätzlichen Paketen und Mindeststandards.
  • Nützlicher Paketinhalt: Strukturierte Verzeichnisse.
  • Skriptdateien: Werden während der Installation ausgeführt, um Konfigurationen anzupassen oder Fehler zu beheben.

7.2.1 RPM-Pakete

Programme im RPM-Format werden als Root-Benutzer einfach über den Befehl installiert:

# rpm -U dateiname.rpm

Das Programm wird dadurch automatisch installiert oder aktualisiert. Anwendungen wie Kpackage oder die Softwareverwaltung von Fedora vereinfachen diesen Prozess durch grafische Oberflächen. Da es bei der Installation oft zu Konflikten mit dynamischen Bibliotheken kommt, wurde das Dienstprogramm urpmi entwickelt, das benötigte Abhängigkeiten automatisch aus dem Internet nachlädt.

Der Hauptunterschied zwischen dem klassischen RPM Package Manager und yum besteht darin, dass Letzterer in der Lage ist, Abhängigkeiten zwischen Paketen zu berechnen, diese zu finden, herunterzuladen und zu installieren.

7.2.2 Konfiguration von YUM

Die zentrale Konfigurationsdatei von YUM befindet sich unter /etc/yum.conf. Ihre Struktur ist in Sektionen unterteilt:

Sektion [main]

Hier werden systemweite Optionen konfiguriert:

  • cachedir: Verzeichnis für YUM-Cache-Dateien.
  • reposdir: Verzeichnis für die Suche nach YUM-Repository-Dateien (Standard: /etc/yum.repos.d).
  • assumeyes: 1 oder 0; legt fest, ob YUM bei Bestätigungsfragen automatisch mit "JA" antwortet (Standard: 0).
  • exclude: Liste von Paketen, die von Updates ausgeschlossen werden sollen.
  • exactarch: 1 oder 0; bei 1 werden nur Pakete der installierten Architektur aktualisiert.
  • obsoletes: Sucht nach veralteten Paketen (Standard: 0).
  • distroverpkg: Paket zur Bestimmung der Distributionsversion (Standard: redhat-release).
  • retries: Anzahl der Wiederholungsversuche bei Fehlern (Standard: 6).
  • showdupesfromrepos: 1 zeigt alle doppelten Pakete an, 0 nur die neueste Version.
  • installonlypkgs: Liste von Paketen, die nur installiert, aber nicht aktualisiert werden können (z. B. Kernel).
  • gpgcheck: 1 oder 0; prüft die GPG-Signatur der Pakete.

Abschnitt [Archiv]

Dieser Abschnitt konfiguriert einzelne Repositories. Optionen sind:

  • [Servername]: Eindeutiger Name des Repository in Klammern.
  • name: Beschreibung des Repository.
  • baseurl: URL zum Verzeichnis mit den "Headern" des Repository (http, ftp oder file).
  • gpgcheck: Wie in [main], aber spezifisch für dieses Repository.
  • mirror: URL, die eine Liste von baseurls enthält.
  • includepkgs: Liste der Pakete, die aus diesem Repository verwendet werden sollen.

Wichtige YUM-Befehle

  • yum install / groupinstall: Installiert die neueste Version eines Pakets oder einer Gruppe inklusive Abhängigkeiten.
  • yum update / groupupdate: Aktualisiert Pakete auf die neueste Version. Ohne Paketangabe wird das gesamte System aktualisiert.
  • yum checkupdate: Sucht nach verfügbaren Updates, ohne diese zu installieren.
  • yum upgrade: Führt ein Upgrade des gesamten Systems durch (entspricht update --obsoletes).

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