Literarische Analyse: Baudelaire und Faulkner

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Der Albatros von Charles Baudelaire

Dieses Gedicht besteht aus vier Quartetten mit jeweils 14 Silben (Alexandrinern) und folgt einer strukturierten Reimform. Der Titel ist sowohl symptomatisch als auch symbolisch: Der Albatros, ein Seevogel mit einer Flügelspannweite von über zwei Metern, dient als Sinnbild für den Dichter in der romantischen Gesellschaft.

Struktur und Symbolik

  • Erste Strophe: Die Seeleute fangen den Albatros, um ihre Langeweile zu bekämpfen. Der Vogel symbolisiert den Dichter, die Seeleute die Gesellschaft.
  • Zweite Strophe: In der Luft ist der Vogel majestätisch, doch am Boden wirkt er unbeholfen und wird zum Ziel von Spott.
  • Dritte Strophe: Der Dichter wird als „geflügelter Reisender“ beschrieben, der in einer materialistischen Gesellschaft als lächerlich oder störend empfunden wird.
  • Vierte Strophe: Baudelaire identifiziert sich mit dem „König der Wolken“. Der Konflikt zwischen dem Dichter und der Gesellschaft wird durch die Metapher des Exils verdeutlicht.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Dichter den Albatros nutzt, um die Freiheit und Erhabenheit der Poesie gegenüber einer materialistischen Welt darzustellen.

A Rose for Emily von William Faulkner

Diese Erzählung von William Faulkner (1897–1962) ist ein bedeutendes Werk der amerikanischen Literatur des 20. Jahrhunderts und in drei Kapitel unterteilt.

Analyse von Kapitel I

Der Titel „A Rose for Emily“ ist symbolisch und weist auf das Schicksal der Protagonistin hin. Miss Emily repräsentiert den alten Süden, die Aristokratie und den Widerstand gegen den gesellschaftlichen Wandel.

  • Die Stadt als Erzähler: Das „Wir“ im Text spiegelt die kollektive Meinung der Bewohner von Jefferson wider.
  • Zeitlosigkeit: Emily wirkt wie in der Vergangenheit eingefroren, was sich in ihrem Haus und ihrem Verhalten widerspiegelt.
  • Konflikt: Die Auseinandersetzung um die Steuern verdeutlicht den Kontrast zwischen der modernen Generation und Emilys konservativen Idealen.
  • Charakterisierung: Emily wird als arrogant, gleichgültig und in ihrer eigenen Welt verhaftet dargestellt. Ihr Vater und ihr Diener sind zentrale Figuren, die ihre Isolation und ihre Verbindung zur Vergangenheit unterstreichen.

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