Literarische Analyse: The Journey of the Magi & Snake
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Die Reise der Heiligen Drei Könige (T.S. Eliot)
„Eine Erkältung im Anzug hatten wir davon.“ – T.S. Eliot
1. Stimme und Stimmung
- Stimme: Das Gedicht ist aus der Perspektive eines der Heiligen Drei Könige geschrieben, der als fiktiver Charakter fungiert.
- Stimmung: Der Dichter schreibt ohne vordergründige Emotionen. Der Sprecher blickt auf eine weit zurückliegende, prägende Episode zurück. Der Ton ist skeptisch, enttäuscht und von einer gewissen Bitterkeit geprägt. Es ist der Rückblick auf ein Leiden, das zwar vergangen ist, aber nachwirkt.
2. Zusammenfassung
Der Sprecher beschreibt die beschwerliche Reise, die sie vor langer Zeit in einer feindlichen Jahreszeit unternahmen. Während der Reise sehnten sie sich nach dem Komfort ihres Zuhauses und waren sich ihrer Mission unsicher. Sie erreichten einen Ort, an dem sie niemanden verstanden und keine Informationen erhielten. Trotz aller Widrigkeiten fanden sie ihr Ziel. Der Sprecher reflektiert, dass er die Reise trotz allem wiederholen würde. Am Ende hatten sie die Hoffnung auf eine Rückkehr in ihr Land verloren, da sie nicht sicher waren, ob der Messias wirklich die Erfüllung ihrer Hoffnung war. Die Enttäuschung über das Erlebte ist so groß, dass der Sprecher den Wunsch verspürt zu sterben.
3. Thema
Das zentrale Thema ist die Enttäuschung und der Verlust des Lebenswillens nach einer tiefgreifenden Desillusionierung.
4. Struktur
- Teil A (Zeile 1–20): Beschreibung der schmerzhaften Reise und aufkommende Zweifel.
- Teil B (Zeile 21–31): Erreichen des Ziels trotz mangelnder Informationen.
- Teil C (Zeile 32–43): Reflexion der Reise, die Folgen der Rückkehr in die Heimat und der Wunsch nach dem Ende.
Snake (D.H. Lawrence)
1. Stimme und Stimmung
- Stimme: Das Gedicht ist als Monolog mit dem eigenen Gewissen verfasst und an niemanden direkt gerichtet (außer in den Versen 25–26, in denen der Sprecher sich an die Erziehung seiner Eltern erinnert).
- Stimmung: Die vorherrschende Emotion ist Reue.
2. Zusammenfassung
Der Dichter erinnert sich an eine Begegnung mit einer Schlange, die an einem heißen Tag an seinem Trog Wasser trank. Fasziniert beobachtet er das Tier, doch sein Gewissen redet ihm ein, er müsse die „goldene“ Schlange töten, da sie giftig sei. Es entsteht ein Konflikt zwischen seinen natürlichen Gefühlen und gesellschaftlichen Konventionen. Er fühlt sich wie ein Feigling, weil er dem Drang zu töten nicht sofort nachgibt. Nachdem die Schlange sich zurückzieht, wirft er ihr einen Stock nach, was er sofort bereut. Er schämt sich für sein Verhalten und seine Erziehung, da er sich wünscht, die Schlange noch einmal sehen zu können.
3. Thema
Der Konflikt zwischen persönlichen Gefühlen und den durch Erziehung vermittelten Prinzipien. Zudem wird die Ambivalenz in der Beziehung zwischen Mensch und Tier thematisiert.
4. Struktur
- Teil A (Zeile 1–21): Beobachtung der Schlange und Einordnung in den Sommertag.
- Teil B (Zeile 22–40): Dilemma zwischen Erziehung und innerem Gefühl.
- Teil C (Zeile 41–54): Die Schlange zieht sich zurück, der Sprecher verlässt seinen Zustand der Ekstase.
- Teil D (Zeile 55–62): Der Angriff auf die Schlange.
- Teil E (Zeile 63–72): Gefühle von Schuld und Scham. Der Sprecher fühlt sich minderwertig, weil er sich wie ein „Lump“ benommen hat.