Literarische Erzählformen und die Reportage
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Einteilung der Erzählung
Erzählungen können nach der literarischen Überlieferung in zwei Gruppen aufgeteilt werden: die kultivierte Erzählung (Narrativa Culta) und die volkstümliche Erzählung (Narrativa Popular).
Die kultivierte Erzählung
Die kultivierte Erzählung umfasst zwei grundlegende literarische Gattungen, die während ihrer Entwicklung stark ausgebaut wurden: den Roman und die Kurzgeschichte.
Der Roman (Novel)
Das Genre des Romans ist komplexer, da es alle formalen Elemente der Erzählung vereint. Romane lassen sich nach Themen oder der Art der Behandlung klassifizieren.
Das Märchen
Es handelt sich um eine Erzählung von kürzerer Ausdehnung als der Roman, in der jedoch ebenfalls alle Elemente der Erzählrede kombiniert werden können. Man muss zwischen Volksmärchen (folklòrics), die mündlich überliefert sind (wie die Rondalles), und literarischen Märchen unterscheiden.
Die volkstümliche Erzählung
In der volkstümlichen Erzählung unterscheiden wir verschiedene Genres, einschließlich traditioneller Folklore-Geschichten. In der katalanischen Literatur des 19. Jahrhunderts wurde zudem das Genre der Sittenbilder (Cuadros de Costumbres) popularisiert.
Die Fabel
Die Fabel ist eine kurze Erzählung, die reale und fantastische Elemente verbindet. Sie ist im Wesentlichen mündlicher Natur, richtet sich primär an Kinder und verfolgt eine moralisierende Absicht.
Die Legende
Eine fantastische Erzählung, die auf einer historischen Tatsache basiert, welche in der populären Phantasie mit wunderbaren Elementen umgedeutet wurde.
Das Sittenbild
Es stellt volkstümliche Umgebungen und Charaktere dar – im Allgemeinen Handwerker und städtische Milieus der Gesellschaft des 19. Jahrhunderts vor der Industrialisierung.
Die Reportage
Die Reportage ist ein erläuternder Text über Fakten, bei denen der Journalist ein direkter Zeuge war. Hierbei dominiert das Spekulative über ein Thema von allgemeinem Interesse, gestützt auf zuverlässige Daten und einen persönlichen Stil. Die Reportage unterscheidet sich durch ihren Umfang; sie dient dazu, Informationen zu vergrößern und zuvor Veröffentlichtes zu vertiefen.
Merkmale der Reportage
Wenn das Ziel darin besteht, eine Information oder eine Sichtweise darzustellen, die ein Novum bietet, setzt dies die Kenntnis eines fachspezifischen Themas voraus. Die Reportage nutzt einen lebendigen Stil mit:
- Beschreibungen
- Fotos
- Dialogen
Struktureller Aufbau der Reportage
Ein Bericht lässt sich in folgende Teile gliedern:
- Titel (Titular): Nennt das Thema der Reportage.
- Einleitung (Entrada): Dies ist der attraktivste Teil des Textes, da er den Leser zum Weiterlesen ermutigen soll.
- Hauptteil (Cos): Hier wird die Menge der Daten erzählt.
- Schluss: Der letzte Absatz wird in der Regel als Rekapitulation der vorangegangenen Informationen gestaltet.