Literarische Gattungen: Definition, Merkmale und Beispiele

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Einführung in die literarischen Gattungen

Die literarische Gattung ist ein System, das die Einstufung von literarischen Werken nach verschiedenen Kriterien ermöglicht: semantische, syntaktische, phonetische, diskursive, formale, inhaltliche, situative und verwandte Aspekte. In der Geschichte wurden verschiedene Klassifizierungen der literarischen Gattungen vorgenommen. Daher kann man keine allgemeingültige Feststellung treffen, um alle Werke der Geschichte in einem gemeinsamen Konzept zu kategorisieren.

Die Dramatik als literarische Gattung

Die Gattung ist in der Regel die dramatische (realistische) literarische Gattung, die durch die Sprache gekennzeichnet ist, mit der reale Tatsachen präsentiert werden sollen. Ein Dialog und seine Sprache werden hierbei in ihrer appellativen Funktion genutzt. Dieses Genre hat mehrere interne Elemente, wie den Akt, die Szene und das Bild:

  • Akt: Die wichtigste Unterteilung des Stücks, gekennzeichnet durch das Schließen oder Fallen des Vorhangs.
  • Szene: Interne Verteilung eines Aktes, in der dieselben Charaktere agieren. Sie wird durch den Auftritt oder Abgang eines Charakters bestimmt.
  • Tableau (Bild): Die physische Einstellung der Bühne (das, was gezeigt wird).

Die Lyrik: Ausdruck der Subjektivität

Lyrik wird sie genannt, weil Werke dieses Genres im alten Griechenland gesungen und von einem Instrument namens Leier begleitet wurden. Ihre Form ist die übliche Strophe und sie wirkt wie aus erster Hand. In ihr verschmelzen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Sie kommuniziert die intimsten menschlichen Erfahrungen, das Subjektive, Stimmungen und die Liebe.

In ihrem breiteren Konzept umfasst die Lyrik auch die Ode, das Lied, die Ballade, die Elegie, das Sonett und sogar Werke, die gesungen werden sollen, wie Opern und Dramen. In der Umgangssprache versteht man darunter jedoch fast ausschließlich die Ode, die je nach Form Namen wie Dithyrambus, Hymne, Kantate, Canticum etc. findet. Die Lyrik hat kein festes Metrum (Versmaß) oder eigenes Tempo, sondern der Dichter nutzt jene Mittel, die ihm am angemessensten erscheinen, um seine Gefühle auszudrücken.

Die erzählende Gattung oder Epik

Die erzählende Gattung oder Erzählung ist die literarische Gattung, die dadurch gekennzeichnet ist, dass reale oder fiktive Geschichten (Ereignisse oder Begebenheiten) erzählt werden, die eine Geschichte außerhalb der Gefühle des Autors bilden.

Obwohl es sich um Imaginäres handelt, nimmt die Literaturgeschichte ihre Modelle aus der realen Welt. Diese Beziehung zwischen Phantasie und Erfahrung, zwischen Fantasie und Leben verleiht dem Lesen einen besonderen Wert für die geistige Bildung einer Person. Der Erzähler ist dafür verantwortlich, das Publikum für die imaginäre Welt des Lesers zu sensibilisieren.

Die didaktische und poetische Gattung

Die didaktische Gattung ist die literarische Gattung, die der Lehre oder Verbreitung von Ideen auf künstlerische Weise dienen soll, wobei sprachliche Ressourcen und Philosophie zum Einsatz kommen.

Innerhalb der Klassifizierung der literarischen Gattungen existiert zudem die poetische Gattung, welche die Literatur nutzt, um das Besprochene zu verschönern. Zudem werden Gefühle, Emotionen und Gedanken über verschiedene Ausdrucksmittel übertragen. Einige Vertreter dieser Gattung sind Jaime Sabines, Amado Nervo, José Emilio Pacheco und Ramón Xirau.

Klassische Einteilung nach Aristoteles

Die systematische Einteilung beginnt mit Aristoteles’ Werk Die Poetik, in dem er über drei der grundlegenden Gattungen spricht:

  • Epik (Epic)
  • Lyrik (Lyrical)
  • Dramatik (Dramatische Gattung)

Merkmale der epischen Dichtung

Epische Dichtung ist eine literarische Gattung, in der der Autor legendäre oder fiktive Fakten objektiv entwickelt, die in einem bestimmten Raum und einer bestimmten Zeit spielen. Der Autor nutzt als Ausdrucksmittel gewöhnlich die Erzählung, es können jedoch auch Beschreibungen und Dialoge vorkommen. In einigen Fällen wurde das Epos nicht geschrieben, sondern mündlich von Spielleuten vorgetragen.

Das Wesen der Lyrik

Die Lyrik ist eine literarische Gattung, in der der Autor den Wunsch verspürt, all seine Gefühle und Emotionen gegenüber einem Objekt der Inspiration zum Ausdruck zu bringen.

Das Drama: Handlung und Darstellung

Drama (vom griechischen drán: machen oder handeln) ist die Präsentation von Handlungen durch die Darstellung von Schauspielern. Oft wird unter „Drama“ nur das tragische Element verstanden, besonders wenn es ein „tragisches Ende“ hat, aber der Begriff umfasst auch komische Werke.

Ausdrucksformen und Unterarten

Jede Gattung zeichnet sich durch eine Ausdrucksweise und einen Stil aus, die ihrem ästhetischen Zweck entsprechen. Jede dieser Gattungen kann in Versen oder Prosa ausgedrückt werden.

Die Epik und ihre Formen

Epik: In dieser Gattung werden reale oder imaginäre Kämpfe dargestellt, die dem Autor oder jemand anderem widerfahren sind. Die Ausdrucksform war seit jeher der Vers. Die wichtigsten Unterarten sind:

  • Epos: Berichtet von Taten, die in alten Zeiten auftraten. Seine Figuren sind Götter und mythologische Wesen. Zu den wichtigsten Epen zählen die Ilias und die Odyssee.
  • Cantar de Gesta (Heldenlied): Erzählt von den Heldentaten der Ritter des Mittelalters. Sie sind in der Regel Heldensagen, die das Volk besingt. Hier ragen das Nibelungenlied und der Cantar de Mio Cid heraus.
  • Epik (Heldengedicht): Erzählt die Taten eines Helden, meist eines Eroberers, und versucht, diesen zu preisen und ein Volk zu vergrößern.

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