Literarische Gattungen: Definitionen und Merkmale

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Literarische Gattungen: Definition und Bedeutung

Literarische Gattungen sind die strukturellen Modelle, die wir verwenden, um literarische Texte zu erstellen, zu sortieren und zu gruppieren. Sie dienen als wichtiger Bezugsrahmen für Schriftsteller und die Öffentlichkeit:

  • Für die Autorin, wenn sie einen Text konzipiert.
  • Für den Leser, wenn er das Werk rezipiert.
  • Für die Kritik, wenn sie Texte klassifiziert.

Aus der letztgenannten Perspektive werden traditionell drei Gattungen unterschieden: Erzählung (Epik), Lyrik und Dramatik.

Merkmale der Lyrik

Die Lyrik zeichnet sich durch Konzentration, Kürze und eine geringe Präsenz erzählerischer Elemente (wie Raum, Zeit usw.) aus. Wesentlich sind Rhythmus und Musikalität. Diese werden durch die Wiederholung von Klängen, die Verteilung von Silben, Pausen sowie klangliche oder syntaktische Akzente erreicht.

Wichtige poetische Formen

  • Elegie: Eine Komposition, in der der Autor Trauer über den Tod eines geliebten Menschen oder einen unangenehmen Umstand ausdrückt. Sie enthält in der Regel Klagen über den Tod sowie das Lob des Verstorbenen.
  • Ekloge: Der Dichter drückt seine Liebesgefühle durch die Stimmen von Hirten in einer idealisierten Landschaft aus. Diese Form wurde in der Renaissance populär; besonders bekannt sind die Eklogen von Garcilaso.
  • Ode: Ein Gedicht von unterschiedlicher Länge und Tonlage, das hohe Gefühle, Personen oder Fakten preist.
  • Hymne: Ein Gedicht zur Ehrung einer herausragenden Persönlichkeit, zur Feier eines denkwürdigen Ereignisses oder zum Ausdruck von Freude und Begeisterung.

Hymnen werden zudem verwendet, um die Gefühle und Ideale einer Gemeinschaft widerzuspiegeln.

Die erzählende Gattung (Epik)

Hier sind der Erzähler und die Perspektive entscheidend: Die Erzählstimme vermittelt die Geschichte und den Sachverhalt an den Leser.

Erzählperspektiven

  • Allwissender Erzähler: Er weiß alles, auch die intimsten Gedanken der Figuren.
  • Erzähler als Zeuge: Er beschreibt objektiv, was er sieht, ohne Stellung zu beziehen.
  • Erzähler als Charakter: Eine Figur der Handlung fungiert selbst als Erzähler.

Wichtige erzählende Untergattungen

  • Episches Gedicht: Erzählt in Versen von den Heldentaten eines Helden.
  • Geschichte: Eine kurze Erzählung, meist mit exemplarischem Charakter und didaktischen Zwecken.
  • Fabel: Eine Geschichte, in der Tiere die Hauptrollen spielen.
  • Legende: Eine schriftlich oder mündlich überlieferte Erzählung über eine legendäre Tatsache.
  • Reisebuch: Werke, die einen bestimmten Raum beschreiben.
  • Biografie: Eine Erzählung zwischen argumentativen und narrativen Berichten über das gesamte Leben einer realen Person.
  • Roman: Das wichtigste Subgenre. Es ist ein komplexes Werk mit einer vielschichtigen Handlung, in der mehrere Hauptfiguren verschiedene Ereignisse erleben.

Zu den modernen Romanformen gehören Thriller, Science-Fiction, Horror, historische Abenteuerromane sowie Liebesromane (Genre "Pink").

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