Literarische Gattungen und Formen: Eine Übersicht
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Meditationen über die XVI, XVII und XVIII
Didaktische Literatur
- Didaktik: Eine literarische Gattung, die wissenschaftliche Wahrheiten oder Lehren präsentiert, um Wissen zu vermitteln oder Sachverhalte zu erklären.
- Philosophischer Dialog: Eine von den griechischen Philosophen Platon und Sokrates sowie dem römischen Schriftsteller Cicero geprägte Form. Sie ahmt ein Gespräch zwischen mehreren Charakteren nach, die ihre Thesen darlegen und aufeinander reagieren. Diese Gattung wurde von Humanisten wiederentdeckt. Bernat Metge nutzte sie, um Vor- und Nachteile verschiedener Themen zu diskutieren.
- Die Studie: Ein Genre, das besonders während der Aufklärung (17. Jahrhundert) kultiviert wurde. Ein Beispiel für katalanische Prosa dieser Zeit ist das Werk von Baldiri Reixac, der sich für die Verteidigung der Sprache einsetzte, als viele Intellektuelle diese vernachlässigten.
Der Essay: Themen und Formen
- Themenvielfalt: Philosophie, Geschichte, Politik, Literatur, Wissenschaft und Pädagogik.
- Wissensentwicklung: Der Prozess förderte neue Wissenschaften wie Ökonomie, Psychologie und Sozialwissenschaften.
- Umfang und Form: Reicht vom kurzen Artikel bis zum Buch. Die Formen sind vielfältig: Dissertation, Tagebuch, Epistel oder Dialog.
Chroniken und historische Aufzeichnungen
Hier ist insbesondere das Cajon de Sastre von Rafael Amat zu nennen. Es dokumentiert das tägliche Leben und wichtige Ereignisse, darunter:
- Musik: Beschreibungen von Instrumenten und Klängen.
- Küche: Detaillierte Berichte über Gerichte der damaligen Zeit, besonders beim Adel.
- Ausflüge: Beobachtungen von Reisen in der Umgebung von Barcelona bis Frankreich.
- Aristokratie und Handwerk: Einblicke in die Sprechgewohnheiten und das Leben der verschiedenen sozialen Schichten.
- Zeitgeschehen: Dokumentation wichtiger Ereignisse, wie die Ankunft von Karl III. in Barcelona.
Narrative Folklore
- Volkserzählungen: Legenden und Märchen (Rodalla) haben eine lange Tradition. Die mündliche Überlieferung dieser Geschichten festigte sich zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert.
- Märchen (Comedy):
- Merkmale: Unbestimmte Zeit und Räume, Kombination von Realität und Fantasie, glücklicher Ausgang.
- Sprache: Einfach, volksnah, häufige Verwendung von Lautmalerei, Diminutiven und Wiederholungen.
- Zweck: Moralische Erziehung für Kinder und Jugendliche (z. B. Patufet).
- Legende: Im Gegensatz zur Fabel basiert die Legende auf einem historischen Kern, der über Jahrhunderte durch fantastische Elemente angereichert und verzerrt wurde.
Katalanische Legenden
Katalonien besitzt einen reichen Schatz an historischen Legenden. Protagonisten sind oft historische Persönlichkeiten wie der Comte Arnau oder Jaume I. Viele Legenden erklären zudem die Herkunft von Ortsnamen, Bergen oder historischen Ereignissen.