Literatur des Mittelalters: Von Eisner bis zu den Goliarden

Eingeordnet in Sprache und Philologie

Geschrieben am in mit einer Größe von 1,95 KB

Joanot Martorell und die katalanische Literatur

Joanot Martorell wurde 1410 in Valencia geboren und verstarb 1465. Er war ein angesehener Ritter und Kapitän, der für seine Unterstützung der Armen bekannt war. Als belesener Mann seiner Zeit brachte er Humor, Ironie und Karikatur in die Ritterromane ein. Er gilt als Autor eines der bedeutendsten Werke der katalanischen Literatur, das Jahre später Miguel de Cervantes bei der Gestaltung von Don Quijote beeinflusste.

Curial e Guelph: Der Aufstieg eines Helden

Der Roman Curial e Guelph thematisiert den Werdegang eines Helden von bescheidenen Anfängen bis hin zu Ruhm und Ehre. Curial zeichnet sich durch seine Reife und taktische Finesse im Kampf aus, indem er die Schwächen seiner Gegner präzise analysiert.

Das Leben im europäischen Mittelalter

Das europäische Mittelalter war geprägt von:

  • Internen und externen Konflikten
  • Elend und Armut
  • Einer starken mündlichen Überlieferung (Wiegenlieder, Fabeln, Legenden)

Die Unterhaltung war eng mit dem Konzept der Sünde verknüpft; Lachen wurde in aristokratischen Kreisen oft als sündhaft betrachtet. Während die Troubadourdichtung Musik und Poesie auf Okzitanisch vereinte, orientierten sich gelehrte Kreise an der klassischen lateinischen und griechischen Literatur.

Die Goliarden: Wandernde Dichter

Die Goliarden waren ehemalige Mönche, die als wandernde Dichter und Sänger lebten. Sie rezitierten Gedichte in Latein sowie in der Volkssprache und lebten von Almosen. Aufgrund ihres Lebensstils und ihrer Kritik an der offiziellen Kultur sowie der Kirche standen sie in ständiger Feindschaft mit dem Klerus.

Fazit: Die Blütezeit des Ritterromans

Die Goliarden trugen maßgeblich zur Verbreitung populärer Literatur bei. Der katalanische Ritterroman galt im 15. Jahrhundert als der modernste seiner Zeit in Europa.

Verwandte Einträge: