Literaturgeschichte: Romantik, Realismus und Aufklärung
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Century Literature: Romantik und Realismus
1. Die Romantik: Poesie und Prosa
Die Entstehung der Romantik verlief in den verschiedenen Nationen zeitversetzt. In Spanien trat sie spät auf, und ihr Niedergang begann um 1850.
1.1. Allgemeine Merkmale der Romantik
Die Romantik ist das Produkt einer tiefen Krise, die sich in ideologischen und ästhetischen Trends manifestiert. Sie ist ein Protest gegen die Werte der bürgerlichen Welt und rebelliert gegen gesellschaftliche Zwänge. Die Romantik verteidigt die schöpferische Kraft des Geistes und das Recht auf Imagination und Gefühl.
- Ablehnung der Realität: Flucht in die Imagination und exotische Länder als letzte Refugien.
- Analyse der Privatsphäre: Obsessive Sorge um den Ausdruck von Gefühlen wie Verzweiflung, Melancholie, Einsamkeit oder Trauer.
- Bedeutung der Landschaft: Die Natur dient als Ausdruck der inneren Welt des Künstlers.
- Volkskultur und Tradition: Interesse an nationalen Traditionen.
- Kreative Freiheit: Mischung verschiedener Genres; literarische Figuren sind oft Stereotypen; der Stil ist meist rhetorisch geprägt.
1.2. Romantische Lyrik: Merkmale und Autoren
Die wichtigsten Merkmale sind ein Lexikon, das den Geist der Zeit widerspiegelt (Wahn, Melancholie, Ideale), sowie Bilder von exotischen und geheimnisvollen Landschaften. In der Metrik nutzen Dichter eine große Vielfalt an Versformen.
Bedeutende Dichter der Romantik:
- Espronceda: Bekannt für seine langen Gedichte „El estudiante de Salamanca“ und „El diablo mundo“.
- Rosalía de Castro: Zweisprachige Schriftstellerin (Kastilisch/Galicisch). Ihr Werk „En las orillas del Sar“ bildet zusammen mit Bécquers „Rimas“ das Bindeglied zur modernen Lyrik.
- Gustavo Adolfo Bécquer: Gilt als bedeutendster Dichter der Romantik. Seine „Rimas“ lassen sich in vier Gruppen unterteilen: Poesie und Schöpfung, gelebte Liebe, Scheitern der Liebe sowie Einsamkeit und Angst.
2. Das 18. Jahrhundert: Aufklärung und Gesellschaft
Das 18. Jahrhundert markiert den Übergang zur Moderne, eingeleitet durch die Aufklärung und die Französische Revolution. Mit dem Ende der Herrschaft der Habsburger und dem Beginn der Bourbonen-Dynastie unter Philipp V. öffnete sich Spanien wieder für europäische Einflüsse.
Die Aufklärung (Ilustración)
Die Aufklärung verteidigt die Vernunft als Quelle des Wissens. Sie zeichnet sich durch den Austausch von Hierarchie und Disziplin gegen Gleichheit und intellektuelle Unabhängigkeit aus.
- Rationalismus: Die Vernunft ist die Grundlage des Wissens.
- Reformismus: Entwicklung der Gesellschaft durch Gesetze in Wirtschaft und Bildung.
- Didaktik: Wissen soll der Gesellschaft nützlich sein.
Künstlerische und literarische Strömungen
- Postbarock: Eine extravagante Kunst ohne tieferen Inhalt.
- Neoklassizismus: Orientierung an griechischen und lateinischen Vorbildern; natürlich, einfach und vernünftig.
- Prä-Romantik: In der zweiten Hälfte des Jahrhunderts aufkommende Ablehnung neoklassizistischer Standards; Betonung des Gefühls über die Vernunft.
- Der Essay: Das bevorzugte Genre zur Verbreitung aufklärerischer Prinzipien.
Jovellanos
Er äußerte tiefe Besorgnis über gesellschaftliche Probleme wie Landwirtschaft und Industrie. Zu seinen wichtigsten Werken zählen der „Informe sobre la Ley Agraria“ sowie Berichte über öffentliche Unterhaltung und Bildung.