Lokale Benutzer- und Systemverwaltung in Windows XP und 7

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Lokale Benutzerverwaltung in Windows XP und Windows 7

Die Professional-Versionen von Windows XP und Windows 7 ermöglichen die Verwaltung lokaler Benutzerprofile und Gruppen. Im Gegensatz zu Windows 9x muss das System den Benutzer bestätigen. Die Anmeldung erfolgt durch den Benutzer mit entsprechenden Rechten auf dem Computer, wie zum Beispiel dem Administrator. Sobald ein Benutzer erstellt wurde, kann er sich lokal am Computer anmelden.

Definition lokaler Benutzer

Ein lokaler Benutzer ist eine benutzerdefinierte Einstellung, die es ermöglicht, eine Arbeitssitzung auf einem lokalen Computer zu beginnen. In der NT-Familie ist vorgesehen, dass bei der Installation eine bestimmte Konfiguration eingerichtet wird, damit sich eine Person am Computer anmelden und die benötigten Einstellungen festlegen kann. In diesem Fall werden die Anmeldeinformationen zuerst für den lokalen Computer-Administrator erstellt, der über die höchsten Privilegien für alle Operationen verfügt.

Der Administrator-Account

Der Benutzer Administrator muss nicht registriert werden, da er automatisch erstellt wird. Er kann nicht gelöscht, aber angepasst werden. Dieser Benutzer kann andere Benutzer und lokale Gruppen hinzufügen, löschen oder verändern. Er hat die volle Kontrolle über den Computer.

Gast-Konten und eingeschränkte Nutzer

Ein Gast kann sich am System anmelden, darf jedoch unter Umständen keine Hardware oder Software installieren. Gäste können keine Systemeinstellungen vornehmen und keine Benutzer oder Gruppen verwalten. Sie können lediglich mit der bereits installierten Software arbeiten. Der bei der OS-Installation angelegte initiale Benutzer hat fast die gleichen Rechte wie ein Administrator.

Anlegen und Verwalten lokaler Benutzer

Ein Administrator oder ein Benutzer mit ausreichenden Berechtigungen kann neue Benutzer registrieren. Diese Konten dienen nur zur lokalen Anmeldung am Computer und nicht für Remote-Logins auf anderen Rechnern.

Management von Passwörtern

Um unbefugten Zugriff zu verhindern, ist ein Passwort (Contraseña) für alle Konten erforderlich, damit die Benutzer validiert werden können. Passwörter werden über den Verwaltungsbildschirm für Benutzeroptionen verwaltet. Folgende Optionen stehen zur Verfügung:

  • Benutzer muss Kennwort bei der nächsten Anmeldung ändern: Der Benutzer muss bei der ersten Anmeldung ein eigenes Passwort wählen.
  • Benutzer kann Kennwort nicht ändern: Der Benutzer meldet sich mit dem vom Administrator bereitgestellten Passwort an und kann dieses nicht modifizieren.
  • Kennwort läuft nie ab: Deaktiviert die standardmäßige Frist von 42 Tagen für den Kennwortablauf.

Deaktivieren vs. Löschen von Konten

Deaktivierte Konten werden genutzt, um den Zugriff eines Benutzers temporär zu sperren, ohne sein Profil zu löschen. Dies ist reversibel. Wenn ein Konto hingegen gelöscht wird, gehen alle benutzerdefinierten Einstellungen verloren.

Benutzerprofile und Verzeichnisstrukturen

Bei der ersten Anmeldung eines lokalen Benutzers wird eine spezifische Konfiguration generiert (Desktop, Systemsteuerung, Anwendungen). Diese wird im Root-Verzeichnis gespeichert:

  • Windows XP: \Documents and Settings\
  • Windows 7: \Users\ (Benutzer)

Jeder Ordner enthält Unterordner für Desktop, Hintergrundbilder, Bildschirmschoner und installierte Programme. Änderungen eines Benutzers in seinem Profil haben keinen Einfluss auf andere. Ein Benutzer kann die Ordner anderer Nutzer nicht löschen, es sei denn, er besitzt Administratorrechte. Der Ordner "All Users" enthält Informationen, die für alle Benutzer des Systems gültig sind.

Profil-Eigenschaften

In den Eigenschaften (z. B. Windows Vista/7: Paco) lässt sich die Größe des Profils (z. B. 26,4 MB), der Typ (lokal) und der Erstellungszeitpunkt einsehen.

Benutzergruppen und Berechtigungen

Jeder Benutzer muss zwangsläufig zu einer Gruppe gehören, damit er vom System identifiziert werden kann. Eine lokale Gruppe ist eine Verwaltungseinheit, die Benutzer oder andere Gruppen zusammenfasst, sodass Privilegien direkt vererbt werden.

Standardgruppen in Windows

  • Administratoren: Volle Kontrolle über das lokale System.
  • Hauptbenutzer (Power Users): Haben mehr Rechte als Standardnutzer, aber Einschränkungen gegenüber Administratoren.
  • Benutzer: Standardgruppe für alle Mitglieder; sie können keine vorsätzlichen Systemänderungen vornehmen.
  • Gäste: Haben standardmäßig die gleichen Rechte wie die Gruppe "Benutzer", jedoch mit stärkeren Einschränkungen.
  • Sicherungs-Operatoren: Können Backups erstellen.
  • Netzwerkkonfigurations-Operatoren: Haben Berechtigungen zur Verwaltung von Netzwerkeinstellungen.
  • Remotedesktopbenutzer: Dürfen sich remote am System anmelden.

Anmeldung, Sitzungsstart und Systemwerkzeuge

In Windows XP kann die Anmeldung direkt über eine Liste auf dem Bildschirm erfolgen. Windows 7 erfordert standardmäßig die Eingabe eines Kennworts für den bei der Installation erstellten Benutzer. In beiden Fällen kann der Anmeldebildschirm für mehr Komfort angepasst werden.

Speichermedien und Datenträgerverwaltung

Über die Datenträgerverwaltung (Systemsteuerung > Verwaltung > Computerverwaltung) können Administratoren Festplatten und Speichereinheiten verwalten.

Task-Manager und Dienste

Der Task-Manager dient zur Steuerung von Prozessen (Starten, Stoppen, Priorität ändern). Dienste sind Programme, die kontinuierlich im Hintergrund laufen und die Kommunikation sowie die Systemleistung ermöglichen.

Systemleistung und Überwachung

Das Betriebssystem konfiguriert standardmäßig Parameter für die visuelle Darstellung und den virtuellen Speicher. Zur Überwachung der Ressourcen nutzt man:

  • Windows XP: Systemsteuerung > Verwaltung > Leistung.
  • Windows 7: Zuverlässigkeits- und Leistungsüberwachung.

Konfiguration lokaler Drucker

Lokale Drucker können über USB, serielle oder parallele Ports angeschlossen werden. Dank Plug & Play ist die Installation via USB heute am einfachsten. Für die Treiberinstallation gibt es drei Wege: Auswahl aus der Windows-Liste, Verwendung der Hersteller-CD oder Download aus dem Internet.

Druckeranschlüsse (Ports)

  • Lokale Anschlüsse: Parallele oder serielle Schnittstellen.
  • Standard TCP/IP-Port: Für Drucker, die direkt mit dem Netzwerk verbunden sind.
  • LPR-Port: Für Drucker, die an einen Unix-Server angeschlossen sind.

Nach der Installation kann der Drucker im Netzwerk freigegeben werden, wobei ein Name zur Identifikation vergeben wird (Universal Naming Convention).

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